Solider Psychothriller
Warum wird Marsi so sehr von Schuldgefühlen geplagt?
„Home Before Dark“ ist ein eigenständiger Psychothriller, der nichts mit den „Mörderisches Island“ Büchern zu tun hat.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen von Stina bzw. Marsi erzählt. 1967 verschwindet Stina, die ältere Schwester von Marsi. Sie taucht nie mehr auf, nur ihre blutverschmierte Jacke wird gefunden. 1977 kehrt Marsi zu ihren Eltern zurück und versucht das Verschwinden ihrer Schwester aufzuklären. Doch das gestaltet sich schwieriger, als erwartet. Jeder Einwohner des Dorfes, scheint Geheimnisse zu haben. Marsi weiß nicht, worauf sie sich einlässt. Mehrere Personen wollen sie eher von ihren Nachforschungen abhalten (inklusive der Eltern), als sie zu unterstützen.
Marsi kämpft auch auf persönlicher Ebene. Sie kann teilweise die Realität nicht von ihren Träumen unterscheiden. Warum hat sie zeitliche Aussetzer und kann sich an nichts mehr erinnern?
Mich haben Marsi, ihre Zerbrechlichkeit, ihre Selbstzweifel und ihr Gefühl, immer nur die zweite Geige zu spielen, beeindruckt. Dadurch erhält der Thriller eine gewisse Schwere und Düsternis. Die konstante Bedrohung ist spürbar. Die Geschichte nimmt immer wieder interessante Wendungen. Die Auflösung kam für mich überraschend.
Bis auf einige Längen im Mittelteil, hat mich das Buch wirklich gut unterhalten. Meine Empfehlung für alle, die Familientragödien in einem düsteren und spannenden Umfeld mögen.