überfrachtet

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kuddel Avatar

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Auf diesen isländischen Thriller war ich sehr gespannt. Der vielversprechende Beginn über die zwei Schwestern Marsi (14) und Stina (16) spielt im Jahr 1967. Die jüngere Marsi gibt sich für einen Brieffreund als ihre ältere Schwester aus, sie hofft von deren Leichtigkeit zu profitieren. Schließlich vereinbart sie ein Treffen mit ihm, das sie jedoch verschläft. Stattdessen verschwindet ihre Schwester zu dieser Zeit an dem Treffpunkt, gefunden wird nur eine blutige Jacke. Den Brieffreund verschweigt sie der Polizei und den Eltern, der Täter wird nie gefunden.

Jährlich zu diesem Jahrestag findet sich die Familie zusammen, obwohl niemand dieses Treffen mag und alle auseinander streben. 1977 erhält Marsi erneut einen Brief vom besagten Brieffreund und versucht die Ereignisse zu klären. Dies wird ihr unentwegt von gefühlt allen erschwert. Niemand ist an der Wahrheit oder der Vergangenheit interessiert. Es kommen immer mehr Fragen auf und verdächtig ist eigentlich jeder.

Der Erzählstil ist gut und die Perspektivwechsel zwischen den Mädchen und den Zeiten gefallen mit gut.
Der Plot ist vielversprechend und es gibt viele gute Rezensionen. Mir war das Ganze jedoch zu überfrachtet. Es war alles dystopisch düster, wirklich jeder war verdächtig und verhielt sich merkwürdig. Die Entwicklungen waren nicht immer logisch und das Ende wirkte auf mich nicht schlüssig und hinterließ viele offene Fragen. Die abschließende Veränderung bei den Eltern konnte ich letztlich nicht glauben und die Auflösung empfand ich unbefriedigend. Schade, von mir gibt es hier 2,5 Sterne