Verschwunden
Es gibt eine Legende über die Straße, die zu Marsis Elternhaus führt, nämlich dass in der Dunkelheit eine namenlose Anhalterin sich plötzlich in das Auto setzt, während dieses fährt und der Fahrer von der Straße abkommt. Es ist nur eine Geschichte, aber Marsis Schwester Stima ist auf dieser Straße vor 10 Jahren spurlos verschwunden und wie jedes Jahr wird Marsi diesen Jahrestag zu Hause mit ihrer Familie verbringen. Dabei hat sie nie erzählt, dass sie in jener verhängnisvollen Nacht ihren unbekannten Brieffreund treffen wollte. Nur sie ist eingeschlafen und Stina ist fort. War er es. Erst jetzt erhält Marsi wieder einen Brief von ihm, nachdem er 10 Jahre geschwiegen hat. Mir hat die Idee und die Umsetzung des Thrillers sehr gut gefallen. Ich spürte Marsis Zerrissenheit, ihre Zweifel an ihrer Erinnerung und die Trauer und den Verfall ihrer Familie. So viel Leid und alle versuchen eine freundliche Miene zu machen. Dabei ist die Hoffnung, dass Stina wieder auftaucht, erloschen und die Eltern versuchen zu verdrängen. Es war stellenweise sehr traurig, spannend, unheimlich und undurchschaubar- genau wie ein Thriller sein sollte. Ich komme fast nicht aufhören zu lesen immer in der Hoffnung, herauszufinden was damals passierte. Ich fand das Buch großartig.