Zähe Geschichte

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In "Home Before Dark" von Eva Björg Ægisdóttir erwartet den Leser eine Geschichte von zwei Schwestern, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten. Es ist eine Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt und voller Geheimnisse und Lügen zu sein scheint. Es wirkt so, als hätte jeder etwas zu verbergen und sein eigenes dunkles Geheimnis.

Der Schreibstil von Eva Björg Ægisdóttir ist leicht zu lesen, sodass man quasi durch die Seiten fliegt. Einzig die Namen und die Spitznamen der Schwestern haben mich am Anfang etwas verwirrt und aus dem Konzept gebracht. Ansonsten sind ein einfacher Satzbau und ausdrucksstarke Dialoge vorzufinden.
Besonders interessant werden dabei die Kapitel die Marsibil begleiten und bei denen bemerkbar wird, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt. Sie wirkt immer verwirrter und vergesslicher. Parallel dazu nehmen auch die Kapitel aus der Sicht von Stina an Fahrt auf, denn von Mal zu mal nähert man sich ihrem Verschwinden.
Beide Schwestern lernt man so immer intensiver kennen und auch die Beziehungen innerhalb der Familie, sowie die verschiedenen Freundschaften.

Nichtsdestotrotz zieht sich die Geschichte und nach meinem Empfinden waren die ersten zwei Drittel ziemlich zäh und phasenweise wirklich langweilig, weil mir das Gefühl gegeben wurde, dass man nur auf der Stelle tritt und nicht wirklich etwas passiert, außer, dass Marsibil scheinbar immer mehr Probleme damit hat in der Realität zu bleiben. Es dreht sich viel um den Konsum von Alkohol und um die Familiären Spannungen, die immer deutlicher werden.

Erst gegen Ende nimmt die Handlung an Fahrt auf und wird besser. Allerdings war es ein langer Weg bis zu diesem Punkt. Und so ganz überzeugen konnte mich das Ende auch nicht wirklich. Insgesamt hat alles einfach etwas Wirr gewirkt und mich nicht wirklich überzeugt.