⭐️ 3,5 Sterne: Kein klassischer Thriller, sondern ein forderndes Porträt weiblicher Wut
Optisch zieht das Buch mit seinem rosa Cover und dem glänzenden Schriftzug sofort an. Inhaltlich liefert Imani Thompson mit ihrem Debüt „Honey“ jedoch schwere Kost, die Genregrenzen sprengt.
Die Protagonistin Yrsa ist eine Schwarze Doktorandin, die sich kompromisslos ihren Weg durch eine von weißen Männern geprägte Uniwelt bahnt. Ihre emotionale Kälte nach einer folgenschweren Tat ist faszinierend, kein moralisches Drama, keine kopflose Panik.
Es sind weniger die Taten selbst, die frösteln lassen, sondern Yrsas erwachende Wut gegen strukturelle Ausgrenzung, Alltagsrassismus und Misogynie.
Der Stil ist ruhig, fast kühl erzählt, aber mit einer ungeheuren, aufrüttelnden Durchschlagskraft.
Leider leidet der Roman unter spürbaren Längen. Spannende philosophische Ansätze verfangen sich immer wieder in sich wiederholenden Gedankengängen und zähen Alltagsszenen, was den Lesefluss merklich ausbremst und dem Buch etwas von seiner Intensität nimmt.
Wer über die Längen hinwegsehen kann, bekommt ein kluges, intensives Buch abseits von Gut und Böse, das zum Nachdenken anregt.
Die Protagonistin Yrsa ist eine Schwarze Doktorandin, die sich kompromisslos ihren Weg durch eine von weißen Männern geprägte Uniwelt bahnt. Ihre emotionale Kälte nach einer folgenschweren Tat ist faszinierend, kein moralisches Drama, keine kopflose Panik.
Es sind weniger die Taten selbst, die frösteln lassen, sondern Yrsas erwachende Wut gegen strukturelle Ausgrenzung, Alltagsrassismus und Misogynie.
Der Stil ist ruhig, fast kühl erzählt, aber mit einer ungeheuren, aufrüttelnden Durchschlagskraft.
Leider leidet der Roman unter spürbaren Längen. Spannende philosophische Ansätze verfangen sich immer wieder in sich wiederholenden Gedankengängen und zähen Alltagsszenen, was den Lesefluss merklich ausbremst und dem Buch etwas von seiner Intensität nimmt.
Wer über die Längen hinwegsehen kann, bekommt ein kluges, intensives Buch abseits von Gut und Böse, das zum Nachdenken anregt.