Besondere Protagonistin

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jacky1304 Avatar

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Eine Protagonistin, die wirklich mal ganz anders ist, und eine Story, die es in sich hat.

Yrsa unterrichtet am College und schreibt nebenbei ihre Doktorarbeit. Als sie erfährt, dass ein Professor an ihrer Universität die Arbeit ihrer Freundin als seine eigene ausgibt, tötet sie ihn. Zwar ungeplant, aber trotzdem ohne schlechtes Gewissen. Bald überschlagen sich die Ereignisse und der Tote wird nicht der Letzte sein.

Diese Geschichte ist anders. Die Protagonistin Yrsa ist nicht sonderlich sympathisch. Sie ist äußerst schlau, aber besonders unnahbar und wirkt oft emotionslos. Gerade ihrem nahen Umfeld gegenüber bringt sie manchmal Sprüche, die einen schlucken lassen. Sie spricht aus, was sie denkt. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Nach und nach kommen Dinge aus ihrer Vergangenheit ans Licht, die den Leser hinter die Fassade der jungen Frau blicken lassen.
Insbesondere die Szene mit ihrer Großmutter hat mich nachdenklich gemacht.
Aber auch die Beziehung zwischen Yrsa und ihrer Mutter, die sie nebenbei gesagt immer beim Vornamen nennt, fand ich besonders und hat der Story einen tieferen Touch gegeben.

Klar gehörten auch Yrsas Männergeschichten dazu. Der derbe Ton passt zum Buch, war mir aber besonders in den S*xszenen too much.

Da Yrsas Doktorarbeit sich um die Unterdrückung schwarzer Frauen geht, gibt es etliche Passagen dazu. Diese fand ich teilweise schwer verständlich, auch wenn das Thema so so wichtig ist.

Das Buch ist besonders. Es braucht Zeit, um in die Geschichte hineinzufinden und wird sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein.
Für einen Debütroman ist „Honey“ wirklich außergewöhnlich. Von mir gibt‘s 4 Sterne und die Gewissheit, dass ich die Autorin im Auge behalten werde.