Bizarr und provokativ, Gelegenheit macht Mörder
Yrsa ist Doktorandin in Cambridge. Bei einem Meeting mit einem der Professoren stupst sie heimlich eine Biene in dessen Getränkeflasche, allerdings mit unerwartet fatalen Folgen. Der Professor, der sich mit den Forschungsergebnissen ihrer Mitstudentin schmückt, stirbt.
Das Cover ist süß wie Honig, der Inhalt des Buches ist ambivalent. Der Klappentext hat mich stark angesprochen, das Setting, welches Yrsa zur Gelegenheitsmörderin macht, fand ich absolut gelungen.
Imani Thompson nimmt kein Blatt vor den Mund. Ihr Schreibstil ist grob, derb, ungehobelt und provokant, vom britischen, sprichwörtlich guten Ton, ist keine Spur vorhanden, und wenn das heutzutage der alltägliche Umgangston an den Unis ist, bin ich dafür vermutlich einfach zu alt. Zu dem unangenehmen Stil gesellt sich eine bizarre Geschichte. Yrsa ist Feministin, radikal, gesellschaftskritisch und klug, gerät aber in eine Spirale aus Gewalt, die psychotisch wirkt. Sie ist eine unangenehme, nicht gerade sympathische Protagonistin jenseits aller Moral, die sich rücksichtslos und taktisch schlau einfach nimmt, was ihr gefällt.
Die Geschichte ist für mich wirklich schwierig zu beurteilen, einerseits fokussiert sie, andererseits ist sie abstoßend. In gewisser Weise erfüllt sie die erwartete Spannung, andererseits verliert sie sich unerwartet in gesellschaftskritischen oder wissenschaftlichen Themen. Alles in allem eine Herausforderung, die mich aber auch irgendwie beeindruckt hat.
Das Hörbuch wird von Franziska Trunte mit angenehmer Stimme gelesen. Sie versteht es einfach perfekt, Yrsa so lebensecht zu interpretieren, dass man auch unbedingt bis zum (ebenfalls bizarren Ende) dabeibleibt.
Das Cover ist süß wie Honig, der Inhalt des Buches ist ambivalent. Der Klappentext hat mich stark angesprochen, das Setting, welches Yrsa zur Gelegenheitsmörderin macht, fand ich absolut gelungen.
Imani Thompson nimmt kein Blatt vor den Mund. Ihr Schreibstil ist grob, derb, ungehobelt und provokant, vom britischen, sprichwörtlich guten Ton, ist keine Spur vorhanden, und wenn das heutzutage der alltägliche Umgangston an den Unis ist, bin ich dafür vermutlich einfach zu alt. Zu dem unangenehmen Stil gesellt sich eine bizarre Geschichte. Yrsa ist Feministin, radikal, gesellschaftskritisch und klug, gerät aber in eine Spirale aus Gewalt, die psychotisch wirkt. Sie ist eine unangenehme, nicht gerade sympathische Protagonistin jenseits aller Moral, die sich rücksichtslos und taktisch schlau einfach nimmt, was ihr gefällt.
Die Geschichte ist für mich wirklich schwierig zu beurteilen, einerseits fokussiert sie, andererseits ist sie abstoßend. In gewisser Weise erfüllt sie die erwartete Spannung, andererseits verliert sie sich unerwartet in gesellschaftskritischen oder wissenschaftlichen Themen. Alles in allem eine Herausforderung, die mich aber auch irgendwie beeindruckt hat.
Das Hörbuch wird von Franziska Trunte mit angenehmer Stimme gelesen. Sie versteht es einfach perfekt, Yrsa so lebensecht zu interpretieren, dass man auch unbedingt bis zum (ebenfalls bizarren Ende) dabeibleibt.