Das Cover täuscht…

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✨ Rezension ✨

Honey | Imani Thompson | Rowohlt | 416 Seiten | Übersetzt von Asal Dardan | ⭐️⭐️⭐️⭐️

Honey hat aufgrund des Covers meine Aufmerksamkeit erregt. Dazu der Klappentext, hat dann vermuten lassen, dass die Story irgendwie humorvoll gestaltet ist. Vielleicht überspitzt und leicht satirisch… das war allerdings nicht der Fall.

Wir begleiten Yrsa, die an der Uni Doktorandin ist und an einem ganz gewöhnlichen Tag zufällig einen Tod nicht verhindert. Sie hätte vor der Biene im Getränk warnen können und zugleich konnte sie ja nicht ahnen, das der Stich tödlich endet, aber sie hat einfach zugeschaut. Zum ersten Mal seit langem fühlt sie sich richtig gut und was zu Beginn eigentlich irgendwie ein Unfall war, wird dann zur Routine.

Als Schwarze Frau an der Uni ist sie Alltagsrassismus gewohnt und wird immer wütender darüber. Anfangs kann man also irgendwie verstehen, wie die Protagonistin handelt, aber die „Gründe“ werden immer absurder und gesuchter.
Das hat leider zur Folge, das ich die Verbindung zur Protagonistin irgendwann verloren habe.

Ansonsten ist das Buch aber toll geschrieben und man flog zügig durch die Seiten. Nur die Erwartungshaltung ist bei mir und auch im Buchclub eine andere gewesen. Also eigentlich ein gutes und wichtiges Buch, aber vielleicht ungünstig beworben, denn die Töne sind weit ernster als vorher gedacht.