Das Gegenteil von süss
Honey hat mich überrascht. Ich fand Yrsa und das Setting von Anfang an ziemlich cool. Wann liest man in einem Roman schonmal nebenbei über intersektionalen Feminismus. Der Ton ist rau, die Sprache teils obszön, das passt zu Yrsa und gleichzeitig passt es so gar nicht zu ihr. Denn unter all ihrer Härte schlummert, wie sollte es anders sein, eben doch eine verletzliche junge Frau, die nicht umsonst so denkt und agiert. Die Männer in ihrem Leben kennt man leider alle zu genüge, hier wird man nicht überrascht. Trotzdem ist Honey für Überraschungen gut und ich habe die Entwicklung des Romans und das Ende so nicht kommen sehen. Schlussendlich habe ich das Buch in nur zwei Tagen durchgelesen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Kein Buch, dass ich meiner Mutter empfehlen würde, meinen Freundinnen allerdings schon. Männer werden hier nur einen Zugang finden, wenn sie zumindest schonmal von Intersektionalität gehört haben.