Ein tolles Debüt!
**4 von 5 Sternen ⭐️**
„Honey“ von Imani Thompson ist ein intensives, außergewöhnliches und teilweise verstörendes Debüt über female rage, Selbstermächtigung und den Kampf gegen strukturelle Unterdrückung.
Im Mittelpunkt steht Yrsa, eine Doktorandin in Cambridge, die sich wissenschaftlich mit Afropessimismus und dem Befreiungsdiskurs Schwarzer Frauen beschäftigt. Ihre wissenschaftliche Arbeit ist dabei eng mit der Handlung verwoben und greift Themen wie Rassismus, Sexismus, Gewalt und Unterdrückung auf. Diese Passagen haben mir besonders gut gefallen, da sie der Geschichte zusätzliche Tiefe verliehen und mir gleichzeitig neue Perspektiven eröffnet haben.
Yrsa beginnt, Männer zu ermorden, die sie für ihre Taten als verdientermaßen bestraft ansieht. Ihre Wut und ihren Wunsch nach Gerechtigkeit konnte ich an manchen Stellen durchaus nachvollziehen, gleichzeitig wurden ihre Handlungen für mich zunehmend schwerer zu verstehen. Besonders interessant fand ich die Darstellung ihrer tief sitzenden Traumata und der generationsübergreifenden Muster, die sie prägen.
Der Schreibstil ist außergewöhnlich und faszinierend: mal rasant und kurzweilig, dann wieder poetisch, metaphorisch und durch wissenschaftliche Einschübe geprägt. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto absurder und unkontrollierbarer werden Yrsas Pläne – und irgendwann konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Das Ende hat mich mit einem großen „WHAT THE…?!“ zurückgelassen. Zunächst war ich nicht ganz zufrieden, nach etwas Abstand konnte ich mir allerdings kaum ein passenderes vorstellen.
„Honey“ ist definitiv kein leichter Roman, aber ein beeindruckendes Debüt, das noch lange nachwirkt. Verstörend, empowernd und unglaublich vielschichtig – für mich eine klare Empfehlung für alle, die sich auf anspruchsvolle Literatur und eine Menge female rage einlassen möchten.
„Honey“ von Imani Thompson ist ein intensives, außergewöhnliches und teilweise verstörendes Debüt über female rage, Selbstermächtigung und den Kampf gegen strukturelle Unterdrückung.
Im Mittelpunkt steht Yrsa, eine Doktorandin in Cambridge, die sich wissenschaftlich mit Afropessimismus und dem Befreiungsdiskurs Schwarzer Frauen beschäftigt. Ihre wissenschaftliche Arbeit ist dabei eng mit der Handlung verwoben und greift Themen wie Rassismus, Sexismus, Gewalt und Unterdrückung auf. Diese Passagen haben mir besonders gut gefallen, da sie der Geschichte zusätzliche Tiefe verliehen und mir gleichzeitig neue Perspektiven eröffnet haben.
Yrsa beginnt, Männer zu ermorden, die sie für ihre Taten als verdientermaßen bestraft ansieht. Ihre Wut und ihren Wunsch nach Gerechtigkeit konnte ich an manchen Stellen durchaus nachvollziehen, gleichzeitig wurden ihre Handlungen für mich zunehmend schwerer zu verstehen. Besonders interessant fand ich die Darstellung ihrer tief sitzenden Traumata und der generationsübergreifenden Muster, die sie prägen.
Der Schreibstil ist außergewöhnlich und faszinierend: mal rasant und kurzweilig, dann wieder poetisch, metaphorisch und durch wissenschaftliche Einschübe geprägt. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto absurder und unkontrollierbarer werden Yrsas Pläne – und irgendwann konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Das Ende hat mich mit einem großen „WHAT THE…?!“ zurückgelassen. Zunächst war ich nicht ganz zufrieden, nach etwas Abstand konnte ich mir allerdings kaum ein passenderes vorstellen.
„Honey“ ist definitiv kein leichter Roman, aber ein beeindruckendes Debüt, das noch lange nachwirkt. Verstörend, empowernd und unglaublich vielschichtig – für mich eine klare Empfehlung für alle, die sich auf anspruchsvolle Literatur und eine Menge female rage einlassen möchten.