Falsche Erwartungen

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k_of_oz Avatar

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Ich hatte mich wirklich riesig auf Honey gefreut. Es war eines meiner meisterwarteten Bücher dieses Jahr und ich war total begeistert, dass es so schnell auf Deutsch erschienen ist. Auch das Cover fand ich richtig cool. Umso enttäuschter war ich, als ich es beendet hatte.

Für mich wurde das Buch leider komplett anders vermarktet, als es tatsächlich ist. Ich habe einen spannenden Thriller oder vielleicht sogar Horror mit viel Female Rage und einer Serienkillerin erwartet. Bekommen habe ich stattdessen einen Roman über eine wirklich anstrengende Mittzwanzigerin, die eher zufällig herausfindet, dass es ihr Spaß macht, Männer umzubringen. Wobei „Spaß“ eigentlich das falsche Wort ist. Im Buch wird es eher als eine Art High beschrieben, aber bei mir kam emotional überhaupt nichts davon an. Die Protagonistin wirkt über weite Strecken einfach nur gelangweilt – und genau so habe ich mich beim Lesen leider auch gefühlt.

Was mich zusätzlich gestört hat, waren die unzähligen Passagen über ihre Doktorarbeit und die philosophischen Gedanken zu ihrem Forschungsthema. Für manche mag das interessant sein, für mich hat es die Handlung aber komplett ausgebremst. Ehrlich gesagt habe ich irgendwann einen Großteil dieser Abschnitte einfach übersprungen.

Leider gab es auch keine Figur, mit der ich mitfiebern konnte. Vor allem die Hauptprotagonistin blieb für mich so distanziert, dass mir ihr Schicksal irgendwann einfach egal war.

Erst der Schluss konnte mich ein bisschen packen. Da wurde es endlich etwas spannender, aber das konnte den Rest des Buches für mich leider nicht mehr retten. Die meiste Zeit fand ich die Geschichte einfach nur zäh und ziemlich deprimierend.

Insgesamt war Honey für mich leider eine große Enttäuschung. Wer wegen der Vermarktung eine spannende Geschichte über Female Rage und eine Serienkillerin erwartet, könnte ähnlich enttäuscht werden wie ich. Schade – denn die Idee hatte so viel Potenzial und ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut.