Female Rage – aber wie weit darf sie gehen? 🔥
»Aber wenn sie um Leben und Tod spielt, dann sollte sie womöglich auf ihre Gewinnchancen achten. Womöglich kann man, ganz gleich, wie gerechtfertigt die Tat auch sein mag, nicht ewig Gott spielen.« (352)
»HONEY« 🍯 von Imani Thompson (Ü: Asal Dardan) hat mich genauso moralisch gefordert 🥵 , wie es mich intellektuell und literarisch begeistert hat.
Die Schwarze Protagonistin Yrsa ist analytisch, hochintelligent, berechnend, höchst manipulativ und extrem wütend 🔥 Wütend in unserem patriarchalen System, das für Frauen und insbesondere Schwarze Frauen keine Wut vorsieht. Und diese Wut lässt sie Grenzen überschreiten. Währenddessen forscht Yrsa für ihre Dissertation in Cambridge zu Diskursen um Afropessimismus und, wie diese Vorstellungen von Frauen die Emanzipation beeinflussen und lässt ihre eigenen Erfahrungen wissenschaftlich einfließen. Und genau das macht diesen Roman so spannend und einzigartig: Auf wissenschaftlicher Ebene setzt sich Yrsa mit Ungerechtigkeiten, Diskriminierung, Kolonialismus und der Grammatik der Gewalt auseinander, gleichzeitig bringt sie Männer um, die dies ihrer Argumentation zufolge verdient haben. Und es bereitet ihr erschreckend viel Freude. …
Yrsa ist eine extrem streitbare Protagonistin, und der Roman arbeitet ganz bewusst damit. Ihr Leben mit ihren Girls, Lovern, Blake und dem Uni-Leben rückt mehr und mehr in den Hintergrund. Stilistisch finde ich dies smart, weil es Yrsas Entwicklung konsequent unterstreicht. Gleichzeitig kamen mir dadurch einige Figuren und Handlungsstränge – wie bspw. um Nina / Isiah / Candice – zu kurz.
Für mich ist »HONEY« ein krasser, moderner und feministischer Page-Turner. Ich wollte unbedingt wissen, wie Yrsa’s ‚Karriere‘ als Serienmöderin sich fortsetzt. … Es geht um FEMALE RAGE & REVENGE , Rassismus, Sexismus, Afropessimismus und Misogynie. »HONEY« 🐝 ist zynische Gesellschaftsanalyse, Gegenwartsliteratur mit Thriller-Elementen und voller hot feminist Takes. Ein Roman, der moralisch herausfordert, polarisiert und lange nachwirkt — und das kann gute Literatur eben auch 💭🍯🧡
»HONEY« 🍯 von Imani Thompson (Ü: Asal Dardan) hat mich genauso moralisch gefordert 🥵 , wie es mich intellektuell und literarisch begeistert hat.
Die Schwarze Protagonistin Yrsa ist analytisch, hochintelligent, berechnend, höchst manipulativ und extrem wütend 🔥 Wütend in unserem patriarchalen System, das für Frauen und insbesondere Schwarze Frauen keine Wut vorsieht. Und diese Wut lässt sie Grenzen überschreiten. Währenddessen forscht Yrsa für ihre Dissertation in Cambridge zu Diskursen um Afropessimismus und, wie diese Vorstellungen von Frauen die Emanzipation beeinflussen und lässt ihre eigenen Erfahrungen wissenschaftlich einfließen. Und genau das macht diesen Roman so spannend und einzigartig: Auf wissenschaftlicher Ebene setzt sich Yrsa mit Ungerechtigkeiten, Diskriminierung, Kolonialismus und der Grammatik der Gewalt auseinander, gleichzeitig bringt sie Männer um, die dies ihrer Argumentation zufolge verdient haben. Und es bereitet ihr erschreckend viel Freude. …
Yrsa ist eine extrem streitbare Protagonistin, und der Roman arbeitet ganz bewusst damit. Ihr Leben mit ihren Girls, Lovern, Blake und dem Uni-Leben rückt mehr und mehr in den Hintergrund. Stilistisch finde ich dies smart, weil es Yrsas Entwicklung konsequent unterstreicht. Gleichzeitig kamen mir dadurch einige Figuren und Handlungsstränge – wie bspw. um Nina / Isiah / Candice – zu kurz.
Für mich ist »HONEY« ein krasser, moderner und feministischer Page-Turner. Ich wollte unbedingt wissen, wie Yrsa’s ‚Karriere‘ als Serienmöderin sich fortsetzt. … Es geht um FEMALE RAGE & REVENGE , Rassismus, Sexismus, Afropessimismus und Misogynie. »HONEY« 🐝 ist zynische Gesellschaftsanalyse, Gegenwartsliteratur mit Thriller-Elementen und voller hot feminist Takes. Ein Roman, der moralisch herausfordert, polarisiert und lange nachwirkt — und das kann gute Literatur eben auch 💭🍯🧡