Interessante Idee, aber ohne richtiges Finale

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julchentim Avatar

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Ich hatte mir von Honey etwas mehr oder besser gesagt etwas anderes erhofft. Die Grundidee mit einer moralisch fragwürdigen Hauptfigur, die gezielt unangenehme Männer ins Visier nimmt, eine wirklich interessante Vision. Yrsa ist ungewöhnlich, scharfzüngig und sorgt mit ihrer trockenen Art immer wieder für unterhaltsame Momente. Auch die Themen rund um Rassismus, Macht und das Leben in der Wissenschaft haben dem Buch zusätzliche Tiefe gegeben.

Trotzdem hat mich die Geschichte mit der Zeit verloren. Der Thriller gerät immer wieder in den Hintergrund, viele Entwicklungen bleiben oberflächlich und manches wirkte auf mich nicht ganz nachvollziehbar. Vor allem zum Ende hin hatte ich das Gefühl, dass der Handlung die Richtung fehlt. Der Schluss kam für mich einfach zu abrupt und hat viele Fragen offen gelassen.

Insgesamt ein interessantes Debüt mit einer starken Ausgangsidee und einer besonderen Hauptfigur. Für mich hat das Potenzial aber nicht bis zum Ende getragen.