Ist Selbstjustiz das richtige Mittel?

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martinchen Avatar

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Yrsa, eine schöne junge intelligente Schwarze Frau schreibt ihre Doktorarbeit zu der Unterdrückung Schwarzer Frauen und muss dabei feststellen, dass sich soviel gar nicht geändert hat. Die Forschungsarbeit eine ihrer Freundinnen wird von deren Prof als seine eigene ausgegeben.
Yrsa trifft ihn eher zufällig und wird Zeuge seines Todes. Das ändert nichts an der Situation, aber Yrsa gibt es einen Kick. Sie macht weiter, bis – das verrate ich an dieser Stelle nicht.

Der Schreibstil trifft Yrsa und den Tenor genau, deshalb habe ich diesen Roman auch sehr gern gelesen. Yrsa hat selbst Probleme, sehnt sich nach Liebe, ist aber nach einem traumatischen Erlebnis in ihrer Jugend nicht in der Lage, jemandem ihr Vertrauen zu schenken. Also rächt sie sich an den Männern, die sich Frauen gegenüber mies verhalten, um es mal vorsichtig auszudrücken. Ist Selbstjustiz das richtige Mittel? Ich finde nein, auch wenn ich die Ungerechtigkeiten durchaus sehe.

Immer wieder wird auch ihre Arbeit thematisiert, vor allem, ob Gewalt ein Mittel zur Befreiung sein kann. Das geschieht an den richtigen Stellen und regt zum Nachdenken an.

Imani Thompson hat mit ihrem Roman alles richtig gemacht: er sorgt für Diskussionen unter ihren Leserinnen. Mehr kann man nicht erwarten.

Fazit: wichtiges und aktuelles Thema mit einer unerwarteten Umsetzung