lässt mich etwas wirr zurück

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linda.konig12 Avatar

Von

„Honey“
Von Imani Thompson

In einer Übersetzung von Asal Dardan

Ich habe diesen Roman sehr, sehr schnell durchgelesen. Stellenweise sehr spannend, stellenweise sehr interessant, und doch hat es mir alles nicht so richtig gefallen. So, als ob es zu viel gewollt hat, dieses Buch.
Vielleicht wurde es aber auch falsch angepriesen? Thriller? Humor? Ja, schon… aber irgendwie für mich zu oberflächlich.
Die Protagonistin blieb mir bis zum Schluss sehr unsympathisch und ihre Handlungen nicht immer nachvollziehbar, und ihre Beziehungen zu oberflächlich für all die Handlungen.

In der Geschichte geht es um eine Dozentin an der Cambridge Uni, Yrsa schreibt gerade ihre Doktorarbeit zum Thema Afropessimismus. Dies ist ein wichtiges Detail in der Handlung, darauf baut inhaltlich und informativ sehr viel auf. Einige sachliche Einschübe und Passagen, die sie für ihre Arbeit liest, finden sich auch im Buch wieder. Das hat mich sehr interessiert und war richtig gut. Themen wie Rassismus, Sexismus (gerade auch an den Universitäten) und Frauenfeindlichkeit in so vielen Bereichen sind dabei, und ich musste einige Male das Buch weglegen und noch mal verdauen, weiterdenken, nachlesen.

Der Plot um Yrsa und ihrer Handlungen und Taten, Männer zu ermorden, war von der Idee her sehr gut. Ihr tiefsitzendes Trauma und Bedürfnis nach Rache ist für mich erkennbar, aber irgendwie hätte ich mir da mehr Klarheit gewünscht. Ist es ein Krimi/Thriller, der ein wenig überzogen, absurd ist, und ich dadurch die Wendungen annehmen kann, oder ist es eine Wut, die realistisch raus muss?
Einige Stellen sind sehr schnell und unglaublich spannend und andere Erzählungen sind langatmig und für mich - dann nicht wichtig genug.
Vielleicht passt es einfach so nicht für mich und schade finde ich es, weil alles an dem Buch (Beschreibung, Cover, Autorin) mich so begeistert und nun ein wenig enttäuscht zurücklässt.