Mehr als das Cover vermuten lässt.

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s-othman Avatar

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Honey hat mich insgesamt gut unterhalten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, wodurch ich schnell durch die Seiten gekommen bin. Gleichzeitig ist das Buch aber keines, das ich als absolutes Highlight bezeichnen würde. Mir hat am Ende einfach dieses gewisse Etwas gefehlt, weshalb ich bei 3,9 Sternen lande.

Im Mittelpunkt steht Yrsa, eine Cambridge-Doktorandin, die sich mit ihrer Forschung, gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten und den Männern in ihrem Umfeld auseinandersetzt. Als sie merkt, dass bestimmte Menschen für ihre Taten keine Konsequenzen tragen, nimmt die Geschichte eine sehr ungewöhnliche und dunkle Wendung.

Besonders gut gefallen hat mir die Hauptfigur. Sie unterscheidet sich deutlich von vielen Protagonistinnen, denen man sonst häufig begegnet. Gerade ihre Art zu denken und zu handeln hat sie für mich interessant gemacht. Sie ist nicht unbedingt eine Figur, mit der man sich identifizieren muss, aber genau das hat für mich den Reiz ausgemacht. Es war einfach mal eine willkommene Abwechslung.

Was ich ebenfalls spannend fand, war das Cover. Vor dem Lesen hätte ich nie erwartet, dass sich dahinter genau diese Geschichte verbirgt. Ohne den Klappentext hätte ich wahrscheinlich etwas völlig anderes erwartet. Je länger ich nach dem Lesen darüber nachgedacht habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass dieser Kontrast vielleicht sogar beabsichtigt ist. Für mich wirkt es fast so, als würde das Cover eine harmlosere Geschichte versprechen, während der Roman selbst mit unbequemen Themen und Wahrheiten konfrontiert. Vielleicht steckt genau darin die Aussage, dass wir unangenehme Dinge oft lieber übersehen, wenn sie sich nicht sofort aufdrängen. Ob das tatsächlich die Intention war, weiß ich natürlich nicht, aber ich fand diesen Gedanken im Nachhinein ziemlich spannend.

Insgesamt ist Honey für mich ein lesenswertes Buch mit einer ungewöhnlichen Hauptfigur und einem unterhaltsamen Schreibstil. Ich hatte eine gute Zeit beim Lesen und bin froh, das Buch gelesen zu haben, auch wenn es für mich persönlich kein neues Lieblingsbuch geworden ist.