nicht süß

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conswa Avatar

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Zuerst mal darf man sich hier nicht vom Cover täuschen lassen: süss ist an dem Buch gar nichts, vor allem nicht die Prota Yrsa. Ich fand sie zunehmend anstrengend, sehr eigen und sehr unsympathisch. Irgendwas an ihr hat mich aber auch fasziniert. "Honey" liegt definitiv außerhalb meines üblichen Leseschemas und trotz mancher Längen musste ich es unbedingt fertig lesen. Der Schreibstil liest sich ganz gut, Yrsa ist intelligent und arbeitet an ihrer Doktorarbeit im Bereich Soziologie. Aufgrund dieser Tatsache werden in dem Buch einige Themen angesprochen, die ich zwar durchaus interessant und wichtig fand, aber mir dann doch etwas zu viel wurde. Auch Yrsa wurde mir irgendwann zu viel. Ihre Vergangenheit ließ mich sie zwar mit zunehmender Seitenzahl verstehen, aber anstrengend ist sie trotzdem. In vielen Bereichen ist sie einfach drüber. Für mich war es ein hin und her zwischen anstrengend und faszinierende Art der Kompensation. Das Buch wird aus Yrsas Sicht erzählt und sie hat mich gefühlsmäßig auf Distanz gehalten. Eher kühl werden auch Sexszenen, Gewalt und was zu so zu ihrem Leben dazu gehört, geschildert. Ich bin mir sicher, dass das Buch nicht jedem liegen wird, wie Yrsa ist es eben speziell. Mich hat es irgendwann fasziniert und ich bin froh es zu Ende gelesen zu haben. Mein Lieblingsbuch wird es sicherlich aber nicht, weshalb ich mich mit der Bewertung auch etwas schwer getan habe. Jedenfalls fällt es (hoffentlich nicht nur für mich) sicherlich aus dem Rahmen und lesenswert.