Spannend

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vigothelen Avatar

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Imani Thompson , Honey ,Gebundene Ausgabe ,Erscheinungsdatum 17.07.2026 ,Verlag Rowohlt
Seitenzahl 416 , Übersetzt von: Asal Dardan

Vorab möchte ich anmerken, dass dieses Buch fernab meines üblichen Lesestoffs liegt.
Ich war neugierig auf einen Roman, der so gar nichts mit meiner Lebenswirklichkeit zu tun hat.
Die Protagonistin dieses Romans ist Yrsa. Wir erleben eine einer promovierende Uniangestellte,die zu dem Thema der afroamerikanischen Lebensumstände in der amerikanischen Gesellschaft, insbesondere von Frauen , forscht und Vorlesungen hält. Sie selbst ist eine von diesem Thema Betroffene. Sehr theoretischer Stoff, sie selbst langweilt sich dabei ein wenig.
Aus dem Nichts begeht sie dann einen Mord , vielleicht nicht beabsichtigt , aber doch in Kauf nehmend . Opfer ist ein Professor, der Arbeiten einer Freundin von Yrsa für seine eigenen Veröffentlichungen nutzt. Tatwaffe ist tatsächlich eine Biene , der Titel „honey“ ist also nicht so verkehrt. Dieses Ereignis gibt Yrsa´s Leben eine ungeahnte Wendung.
Imani Thompson schreibt hier einen Roman, der mit zunehmendem Fortgang Themen wie (radikalen?) Feminismus , Rassismus , Wut über die ungerechte Welt beleuchtet. Dabei ist das ganze überraschend humorvoll , unterhaltsam , teilweise ironisch geschrieben .
Die Struktur des Romans wechselt zwischen „normalen“ Kapiteln und Kurzabsätzen , eingestreuten Mails , Textnachrichten und spiegelt damit die moderne Welt .
Der theoretische Überbau , der immer wieder in das Geschehen eingebettet wird , ist auf jeden Fall eine Bereicherung dieses Romans. Aber auch LeserInnen , die sich nur für das eigentliche Geschehen interessieren , kommen voll auf ihre Kosten.
Ein für mich ein völlig überraschendes und daher um so tolleres Lesevergnügen, daher 5 Sterne.