Spannender Female-Rage Thriller

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markuszm Avatar

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Yrsa ist eine ehrgeizige Doktorandin in Cambridge, doch in ihrem Inneren brodelt die Wut auf Männer. Als schwarze Frau fühlt sie sich nicht ernst genommen und ausgenutzt. Ihr erster Mord war eher ein Unfall, sie hat es nicht beabsichtigt. Dennoch erlebt sie durch den Mord einen solchen Rausch, dass sie immer weitermacht.

Ein spannender Perspektivenwechsel, in dem erforscht wird, wie sich eine Serienmörderin fühlt. Dabei werden Theorien zu Rassismus und Feminismus einbezogen. Die Morde werden dadurch zwar nicht gerechtfertigt, aber die Gründe werden verständlicher. Am Ende ist der Antrieb, die Kontrolle über das Opfer zu haben, das, was sie in den Rausch bringt.

Der Roman ist sprachlich modern und spiegelt die Lebensrealität der Smartphone-Generation mit kurzgeschriebenen Chats wider. Die kurzen Kapitel halten die Spannung aufrecht, und zwischen den Thrillermomenten gibt es dennoch genug Zeit, um die Figur Yrsa auszuarbeiten. Auch wenn das Ende abrupt wirkt, hatte ich das Gefühl, Yrsa verstehen zu können. Aus meiner Sicht war die Geschichte somit ausreichend erzählt, ohne dass ich genau wissen musste, wie es mit ihr weitergeht. Für viele Leserinnen könnte das jedoch unbefriedigend sein, daher meine Warnung. Insgesamt ist es aber ein spannender Roman über Rassismus und Feminismus, der lesenswert ist.