Wild, verdorben, böse
Modern und schockierend erzählt Imani Thompson in ihrem Roman "Honey" von female rage, Klassismus, Rassismus und dem Wissenschaftsbetrieb.
Ach ja - und ums Morden geht es natürlich auch.
"Honey" ist ein weiterer Vertreter der "Weird Girl Fiction", der in die Fußstapfen von Werken wie "Bunny", "My year of rest and relaxation" oder "Butter" tritt und diese ziemlich gut ausfüllt.
Auch in diesem Buch ist die Protagonistin Yrsa, eine Doktorandin an einer Eliteuniversität, in keinem Fall eine klassische Sympathieträgerin. Weder ihre derbe Sprache, noch ihre obsessive Persönlichkeit, noch ihre moralisch fragwürdigen Gedankengänge tragen dazu bei, dass man sie mag. Und trotzdem fiebert man irgendwie mit ihr mit, während sie mehr oder weniger zufällig das Töten von moralisch noch fragwürdigeren Männern für sich entdeckt.
"Honey" ist ein bitter böses Buch. Yrsa verkörpert in sich die Wut all derjeniger, die in der Gesellschaft und der Universitätswelt oft den Kürzeren ziehen. Die "Unterdrückten" schlagen zurück, - und das auf eine wilde, verdorbene, böse Art und Weise. Es ist eine Art Umkehr der gängigen Klischees.
Dabei hat das Buch nicht nur Thrillerelemente, sondern ist in erster Linie als feministische Gesellschaftskritik zu sehen, die sprachlich sehr am Puls der Zeit, mir aber fast schon zu übertrieben edgy daher kommt. Die deutsche Übersetzung finde ich dennoch sehr gelungen.
Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn es inhaltlich gewisse Länge ausweist und manchmal ein wenig überladen wirkt, vor lauter Themen die es einzufangen gilt.
(Bzgl. dem Cover hadere ich übrigens ein wenig. Im Regel sieht es toll aus. Rein ästhetisch gefällt es mir, das englische Originalcover empfinde ich aber als deutlich spannender und treffender im Bezug auf die Geschichte.)
Ach ja - und ums Morden geht es natürlich auch.
"Honey" ist ein weiterer Vertreter der "Weird Girl Fiction", der in die Fußstapfen von Werken wie "Bunny", "My year of rest and relaxation" oder "Butter" tritt und diese ziemlich gut ausfüllt.
Auch in diesem Buch ist die Protagonistin Yrsa, eine Doktorandin an einer Eliteuniversität, in keinem Fall eine klassische Sympathieträgerin. Weder ihre derbe Sprache, noch ihre obsessive Persönlichkeit, noch ihre moralisch fragwürdigen Gedankengänge tragen dazu bei, dass man sie mag. Und trotzdem fiebert man irgendwie mit ihr mit, während sie mehr oder weniger zufällig das Töten von moralisch noch fragwürdigeren Männern für sich entdeckt.
"Honey" ist ein bitter böses Buch. Yrsa verkörpert in sich die Wut all derjeniger, die in der Gesellschaft und der Universitätswelt oft den Kürzeren ziehen. Die "Unterdrückten" schlagen zurück, - und das auf eine wilde, verdorbene, böse Art und Weise. Es ist eine Art Umkehr der gängigen Klischees.
Dabei hat das Buch nicht nur Thrillerelemente, sondern ist in erster Linie als feministische Gesellschaftskritik zu sehen, die sprachlich sehr am Puls der Zeit, mir aber fast schon zu übertrieben edgy daher kommt. Die deutsche Übersetzung finde ich dennoch sehr gelungen.
Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn es inhaltlich gewisse Länge ausweist und manchmal ein wenig überladen wirkt, vor lauter Themen die es einzufangen gilt.
(Bzgl. dem Cover hadere ich übrigens ein wenig. Im Regel sieht es toll aus. Rein ästhetisch gefällt es mir, das englische Originalcover empfinde ich aber als deutlich spannender und treffender im Bezug auf die Geschichte.)