Verstörend und faszinierend
Das Buch konnte mich wirklich überraschen, weil es einmal etwas völlig anderes ist als die meisten Thriller, die ich bisher gelesen habe. Besonders spannend fand ich, dass die Geschichte aus der Perspektive einer Serienmörderin erzählt wird. Es war gleichzeitig abschreckend und fesselnd, ihre Gedanken und Beweggründe mitzuerleben. Immer wieder habe ich versucht, ihre Entscheidungen nachzuvollziehen, obwohl mir bewusst war, wie psychopathisch sie handelt. Gerade dieser Zwiespalt hat das Buch für mich so besonders gemacht.
Und erstaunlicherweise mochte ich die Protagonistin trotz allem. Sie ist vielschichtig geschrieben und wirkt nicht wie eine eindimensionale Bösewichtin, sondern wie ein komplexer Mensch, der vielleicht auch einfach das Ergebnis seiner Umstände ist. Mir gefällt, wie das Buch die Gesellschaft hinterfragt und letztendlich doch keine Entschuldigung für ihre Taten findet.
Einziger Kritikpunkt ist für mich der Handlungsbogen. Während des Lesens hatte ich immer wieder das Gefühl, dass sich die Geschichte in eine bestimmte Richtung entwickeln müsste, doch ich konnte nie erkennen, worauf sie eigentlich hinauswill. Leider hat sich dieses Gefühl auch am Ende nicht aufgelöst. Das Ende kam plötzlich und hat mich ziemlich in der Luft hängen lassen. Trotzdem überwiegt für mich der positive Eindruck deutlich, weil das Buch durch seine ungewöhnliche Erzählweise und die intensive Atmosphäre lange im Gedächtnis bleibt. Wer Lust auf einen Thriller abseits der üblichen Muster hat und sich auf eine unbequeme, aber faszinierende Perspektive einlassen möchte, sollte Honey definitiv eine Chance geben.
Und erstaunlicherweise mochte ich die Protagonistin trotz allem. Sie ist vielschichtig geschrieben und wirkt nicht wie eine eindimensionale Bösewichtin, sondern wie ein komplexer Mensch, der vielleicht auch einfach das Ergebnis seiner Umstände ist. Mir gefällt, wie das Buch die Gesellschaft hinterfragt und letztendlich doch keine Entschuldigung für ihre Taten findet.
Einziger Kritikpunkt ist für mich der Handlungsbogen. Während des Lesens hatte ich immer wieder das Gefühl, dass sich die Geschichte in eine bestimmte Richtung entwickeln müsste, doch ich konnte nie erkennen, worauf sie eigentlich hinauswill. Leider hat sich dieses Gefühl auch am Ende nicht aufgelöst. Das Ende kam plötzlich und hat mich ziemlich in der Luft hängen lassen. Trotzdem überwiegt für mich der positive Eindruck deutlich, weil das Buch durch seine ungewöhnliche Erzählweise und die intensive Atmosphäre lange im Gedächtnis bleibt. Wer Lust auf einen Thriller abseits der üblichen Muster hat und sich auf eine unbequeme, aber faszinierende Perspektive einlassen möchte, sollte Honey definitiv eine Chance geben.