Viel Gift, aber zu wenig Wirkung
Manchmal greift man zu einem Buch, weil einen einfach das Gesamtpaket anspricht. So ging es mir mit „Honey“. Der Klappentext versprach einen ungewöhnlichen Campus-Thriller mit schwarzem Humor, einer moralisch fragwürdigen Hauptfigur und bissiger Gesellschaftskritik. Dazu kommt ein Cover, das perfekt zur Geschichte passt und sofort meine Aufmerksamkeit geweckt hat. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch.
Yrsa studiert in Cambridge und hat genug von Sexismus, Machtmissbrauch und den Spielchen innerhalb der akademischen Welt. Als ein Professor die Forschung ihrer besten Freundin als seine eigene ausgibt, beschließt sie, ihm eine Lektion zu erteilen. Was als kleiner Racheakt mit einer Biene beginnt, nimmt jedoch eine völlig unerwartete und tödliche Wendung. Statt Reue zu empfinden, entdeckt Yrsa eine Seite an sich, die ihr selbst Angst machen sollte – das Gefühl von Macht und Kontrolle.
Yrsa ist definitiv keine Figur, die man sofort ins Herz schließt. Sie ist kühl, zynisch und trifft Entscheidungen, bei denen ich öfter nur den Kopf schütteln konnte. Trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie weit sie noch gehen würde. Gerade diese Widersprüchlichkeit macht sie zu einer interessanten Protagonistin, auch wenn mir die emotionale Verbindung zu ihr gefehlt hat.
Es hat mir gut gefallen, wie Themen wie Sexismus, Rassismus und Machtmissbrauch in die Handlung eingearbeitet wurden. Das wirkte überwiegend authentisch und nie belehrend. Auch der trockene, schwarze Humor sorgt immer wieder für gelungene Momente und lockert die düstere Geschichte auf.
Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht durchgehend fesseln. Nach einem starken Einstieg verlor die Handlung für mich etwas an Spannung. Einige Passagen zogen sich, und manche Entwicklungen wirkten auf mich etwas konstruiert. Dadurch blieb der große Aha-Effekt am Ende aus, obwohl die Grundidee wirklich originell ist.
Mein Fazit: „Honey“ ist ein außergewöhnlicher Campus-Thriller, der mit einer unbequemen Hauptfigur, schwarzem Humor und kluger Gesellschaftskritik aus der Masse heraussticht. Die Geschichte hatte viele starke Momente, konnte mich aber nicht über die gesamte Länge überzeugen. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, meine Erwartungen wurden jedoch nicht ganz erfüllt.
Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen.
Aber wie immer gilt: Es möge sich bitte jeder Interessierte seine eigene Meinung bilden!
Yrsa studiert in Cambridge und hat genug von Sexismus, Machtmissbrauch und den Spielchen innerhalb der akademischen Welt. Als ein Professor die Forschung ihrer besten Freundin als seine eigene ausgibt, beschließt sie, ihm eine Lektion zu erteilen. Was als kleiner Racheakt mit einer Biene beginnt, nimmt jedoch eine völlig unerwartete und tödliche Wendung. Statt Reue zu empfinden, entdeckt Yrsa eine Seite an sich, die ihr selbst Angst machen sollte – das Gefühl von Macht und Kontrolle.
Yrsa ist definitiv keine Figur, die man sofort ins Herz schließt. Sie ist kühl, zynisch und trifft Entscheidungen, bei denen ich öfter nur den Kopf schütteln konnte. Trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie weit sie noch gehen würde. Gerade diese Widersprüchlichkeit macht sie zu einer interessanten Protagonistin, auch wenn mir die emotionale Verbindung zu ihr gefehlt hat.
Es hat mir gut gefallen, wie Themen wie Sexismus, Rassismus und Machtmissbrauch in die Handlung eingearbeitet wurden. Das wirkte überwiegend authentisch und nie belehrend. Auch der trockene, schwarze Humor sorgt immer wieder für gelungene Momente und lockert die düstere Geschichte auf.
Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht durchgehend fesseln. Nach einem starken Einstieg verlor die Handlung für mich etwas an Spannung. Einige Passagen zogen sich, und manche Entwicklungen wirkten auf mich etwas konstruiert. Dadurch blieb der große Aha-Effekt am Ende aus, obwohl die Grundidee wirklich originell ist.
Mein Fazit: „Honey“ ist ein außergewöhnlicher Campus-Thriller, der mit einer unbequemen Hauptfigur, schwarzem Humor und kluger Gesellschaftskritik aus der Masse heraussticht. Die Geschichte hatte viele starke Momente, konnte mich aber nicht über die gesamte Länge überzeugen. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, meine Erwartungen wurden jedoch nicht ganz erfüllt.
Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen.
Aber wie immer gilt: Es möge sich bitte jeder Interessierte seine eigene Meinung bilden!