Von female rage und dem Schwarzsein in einer weißen Welt

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e.jane Avatar

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Das Buch habe ich schon vor einer Woche beendet, aber eine Rezension darüber zu schreiben fällt mir schwer. Ich kann diese Geschichte gerade nicht richtig greifen. Vielleicht weil ich Yrsa nicht richtig greifen kann. Wie findet man eine Hauptperson, die Menschen ermordet?

In „Honey“ treffen wir auf Yrsa, eine 24 jährige Doktorantin, die über Afropessimismus forscht und unterrichtet. Sie hat genug von weißen, lächerlichen, erbärmlichen Männern.

Ihr erster Mord ist noch ein Versehen. Ihr Opfer sollte höchstens im Krankenhaus landen, aus Rache und Gerechtigkeit. Doch das Gefühl, das Yrsa danach bekommt ist wie ein High, sie fühlt sich lebendig und wach …

Während des Lesens gerät man selbst in den Zwiespalt zwischen Moral und Mitfiebern mit der Protagonistin. Yrsa selbst scheint es oft ähnlich zu gehen.

Die Seiten verfliegen jedenfalls und man rutscht immer weiter rein und begleitet Yrsa bei ihren Morden. Auch wenn es zwischendurch Teile gab, die etwas ruhiger waren, war der Schreibstil trotzdem flüssig und es fiel leicht weiter zu lesen.

Ich selbst wusste irgendwann nicht mehr, was ich von dem Buch und dessen Ende erwarten soll, bzw. was ich mir erhoffe. Es klingt jedenfalls so, als könnte es eine Fortsetzung geben …