Zähe Diskurse
Das Cover mit dem Schriftzug Honey trifft zwar den Titel des Buchs, ist aber inhaltlich leider wenig aussagekräftig.
Die Geschichte dreht sich um Yrsa, eine schwarze Soziologiedoktorandin in Cambridge. Um es kurz zu machen: Ich fand die Protagonistin unheimlich unsympathisch. Sie ist egoistisch, verlogen und triezt die Erstsemester, wo sie nur kann. In ihrer Promotion beschäftigt sie sich eigentlich mit der Ungerechtigkeit gegenüber Frauen, ganz speziell gegenüber schwarzen Frauen. Insgeheim belässt sie es aber nicht bei der Theorie, sondern nimmt selbst mörderische Rache, sobald sie irgendwo Unrecht gegen Frauen, erst recht, wenn sie sich gegen sie selbst richtet, wittert.
Die Story hat mich bedauerlicherweise in verschiedener Hinsicht verloren. Zum einen ermüden die langen gesellschaftlichen Diskurse über Lehrinhalte beim Zuhören auf Dauer extrem; das macht einfach keinen Spaß. Zum anderen endet das Buch mitten in einer Aktion, die eigentlich nur einen einzigen Ausgang zulässt. Hier ist die Fantasie des Lesers gefragt, was sich am Schluss einfach nicht gut anfühlt.
Ein riesiges Highlight war für mich allerdings die Sprecherin des Hörbuchs: Franziska Trunte ist wahnsinnig gut. Mit ihrer frechen, kratzigen Stimme trifft sie Yrsas Charakter und ihre wechselhafte Gefühlswelt absolut perfekt. Ihr verdankt das Hörbuch auch die drei Sterne, denn inhaltlich war es für mich leider eine eher zähe Angelegenheit.
Die Geschichte dreht sich um Yrsa, eine schwarze Soziologiedoktorandin in Cambridge. Um es kurz zu machen: Ich fand die Protagonistin unheimlich unsympathisch. Sie ist egoistisch, verlogen und triezt die Erstsemester, wo sie nur kann. In ihrer Promotion beschäftigt sie sich eigentlich mit der Ungerechtigkeit gegenüber Frauen, ganz speziell gegenüber schwarzen Frauen. Insgeheim belässt sie es aber nicht bei der Theorie, sondern nimmt selbst mörderische Rache, sobald sie irgendwo Unrecht gegen Frauen, erst recht, wenn sie sich gegen sie selbst richtet, wittert.
Die Story hat mich bedauerlicherweise in verschiedener Hinsicht verloren. Zum einen ermüden die langen gesellschaftlichen Diskurse über Lehrinhalte beim Zuhören auf Dauer extrem; das macht einfach keinen Spaß. Zum anderen endet das Buch mitten in einer Aktion, die eigentlich nur einen einzigen Ausgang zulässt. Hier ist die Fantasie des Lesers gefragt, was sich am Schluss einfach nicht gut anfühlt.
Ein riesiges Highlight war für mich allerdings die Sprecherin des Hörbuchs: Franziska Trunte ist wahnsinnig gut. Mit ihrer frechen, kratzigen Stimme trifft sie Yrsas Charakter und ihre wechselhafte Gefühlswelt absolut perfekt. Ihr verdankt das Hörbuch auch die drei Sterne, denn inhaltlich war es für mich leider eine eher zähe Angelegenheit.