Zerstörungswut

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Honey ein Rowohlt E-Book von Imani Thompson
Ein Streifzug durch diverse Genres
Yrsa ist Doktorandin in Cambride, sie ist sexy, sehr klug und sarkastisch. Ihre Dissertation zum Thema Afropessimismus stagniert, denn sie ist mit anderen Dingen beschäftigt, bitterbösen Dingen. Ihr erster Mord ist aus Versehen passiert, danach fühlt sie sich ausgesprochen lebendig, der zweite Mord geschieht im Affekt und von da ab steigert sie sich zur Serienmörderin.
Ich konnte das Buch keinem Genre zuordnen, eine wilde Mischung aus Thriller, Frauen-, oder auch Campusroman. Viele Worte und Phrasen waren mir nicht geläufig und ich musste mich zuerst einmal informieren, auch das Thema ihrer Doktorarbeit und überhaupt das soziale Thema welches diese jungen Frauen beschäftig, die mit Vehemenz versuchen zu beweisen wie woke sie unterwegs sind, ist mir fremd.
Wenn ich gewusst hätte was bei der Lektüre auf mich zukommt hätte ich das Buch wohl eher nicht gelesen, absolut danebengegriffen. Das Buch teilt sich in 3 Teile mit, auf den Inhalt hinweisenden Überschriften, die in Kapitel mit römischen Ziffern unterteilt sind. Gerne hätte ich von einer jungen taffen Frau gelesen, die sich an Männern rächt, das ganze mit raffinierten Methoden, evtl. auch ein wenig Zwischenmenschliches dabei. Eine schwarze Witwe habe ich erwartet, Doch hier ging es nur um Wutaktionen gegen Männer, die zum Ende hin nicht mehr nachvollziehbar ausgewählt wurden. Yrsa hat ein Spiel daraus gemacht und hat es immer mehr genossen, verfiel in einen regelrechten Rausch. Ich denke dahinter lag ein psychisches Problem, welches m. M. nach mit dem Tod ihrer Großmutter zu tun hat. Die ermittelnden Behörden sind dabei nicht gut weggekommen, nach dem Schlachtfeld in Felix Wohnung spätestens, hätte ich eine Überführung erwartet. Weder die Protagonistin noch ihre Freundinnen oder ihre Familie konnte ich besonders leiden, die einzig sympathischen Menschen im Buch waren Isiah und seine Großmutter Blake
Den angepriesenen Humor im Buch habe ich nicht gefunden oder nicht verstanden, die Emails, zitierten Vers- und Liedzeilen, Gedichte, vor allem die wie nachträglich eingeschobene Textstellen, für mich ohne Zusammenhang, die mir nicht zum Buch passend vorkamen haben mit irritiert und hatten für den Plot keinerlei Relevanz. Abgebrochen habe ich das Buch nur nicht, weil ich am Ende wissen wollte wodurch und wann Yrsa erwischt wird. Doch nicht einmal das Ende des Buches hat mir gefallen. Immer wieder habe ich weitergelesen obwohl ich längst den Faden verloren hatte.
2 Sterne.