Skurril, klug, herrlich Evers

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Als absoluter Horst-Evers-Fan war ich natürlich sofort neugierig auf die Leseprobe – und ich hatte schon nach wenigen Seiten wieder genau dieses Gefühl, das ich an seinen Texten so liebe: diesen ganz eigenen Ton zwischen Lakonie, Witz, Berliner Schnauze und plötzlich völlig absurden Wendungen. Schon der Einstieg mit Joanna, ihrem Vater und diesem herrlich schrägen Gespräch hat mich sofort abgeholt. Dazu kommt, dass die Figur auf Anhieb Profil bekommt: schlagfertig, leicht genervt, klug und mit einer Energie, die einfach Spaß macht. Auch das Cover passt für mich super, weil es direkt diese Mischung aus Krimi und Evers-typischem Augenzwinkern ausstrahlt.
Besonders stark finde ich, wie mühelos Horst Evers hier Humor und Kriminalfall zusammenbringt, ohne dass eines das andere schwächt. Ganz im Gegenteil: Gerade durch die pointierten Dialoge und die schrägen Details wird die Geschichte noch lebendiger. Ein Toter, ein möglicher Schlangenbiss, ein verschwundener Stein und dazu Figuren, die so eigen und gleichzeitig so treffend gezeichnet sind – das ist genau die Art von Mischung, die mich begeistert. Für mich macht die Leseprobe deshalb sofort Lust auf mehr, und gerade als großer Fan freue ich mich sehr, dass man hier so unverkennbar Horst Evers liest und trotzdem das Gefühl hat, dass noch jede Menge Überraschungen warten.