Ein Krimi, der keiner sein will

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Mit Hope Joanna ist Horst Evers ein ungewöhnlicher Roman gelungen, der sich nur schwer in eine Schublade stecken lässt. Im Mittelpunkt steht Hope Joanna, eine schlagfertige und sympathische Protagonistin, die sich in eine Reihe rätselhafter Ereignisse verstrickt und dabei auf allerlei merkwürdige Menschen und Situationen trifft. Zwar gibt es Ermittlungen, Verdächtige und einige spannende Momente, doch schon nach wenigen Seiten wird klar, dass dies kein klassischer Kriminalroman ist.

Genau das hat mich zunächst etwas enttäuscht, da ich einen stärkeren Fokus auf den Kriminalfall erwartet hatte. Stattdessen stehen vor allem der bissige Humor, die skurrilen Figuren und die satirischen Beobachtungen unserer Gesellschaft im Vordergrund. Horst Evers gelingt es dabei, alltägliche Absurditäten pointiert aufzugreifen und mit viel Wortwitz zu erzählen. Auch andere Leser loben insbesondere den feinen Humor, die originellen Einfälle und die besondere Erzählweise des Autors.

Besonders gefallen hat mir Hope Joanna selbst. Mit ihrem trockenen Humor, ihrer Schlagfertigkeit und ihrer unaufgeregten Art war sie mir schnell sympathisch. Ich habe sie gern durch die ungewöhnliche Handlung begleitet und musste immer wieder schmunzeln.

Wer einen klassischen, spannungsgeladenen Krimi sucht, sollte seine Erwartungen etwas anpassen. Wer jedoch Freude an skurrilen Charakteren, cleverem Humor und gesellschaftlicher Satire hat, findet hier einen unterhaltsamen und erfrischend anderen Roman, der lange im Gedächtnis bleibt.