Ever`s Berlin-Krimi: schräg, witzig, unterhaltsam

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nomikiki Avatar

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"Hope Joana" (Marlow) hat spezielle Eltern - daher der Name - und ist ehemalige Taekwondo-Olympionikin, die mittlerweile als Kriminalkommissarin in Berlin arbeitet.
Als sie zu einer Leiche gerufen wird und niemand vor Ort die Schlange finden kann, deren Biss den Toten umgebracht hat, ahnt die kämpferische junge Frau noch nicht, wie abgedreht sich ihre nächste Tage gestalten werden...
Horst Evers kann nicht nur Kurztexte und dieser, lose auf seinen vorherigen Berlin-Krimi folgende, Teil mit seinen schrägen Protagonisten, einer geheimen Hehler-Organisation mit Assassinin, einem ("Walhalla"-)Bierbrauer samt kaiserlichen+Neo-Nazi-Ambitionen und einer peppigen Innensenatorin, die Hope prompt eine "Social-Media"-Kollegin auf den Hals hetzt, sind die Ermordeten hier fast Nebensache, aber eben nur fast...
Schlagfertige Gespräche, tolle Typen/Originale und Seitenhiebe auf Politik, Wirtschaft und Sport machen Laune, nur gegen Ende flacht die Handlung leicht ab. Aber: auch die besondere location - in Berlin findet gerade eine "Fantasy/Comic-Con" statt und überall laufen Orks, Zwerge, Elfen sowie Mandalorianer herum - plus die absurde action auf dem Gelände der "Walhalla"-Brauerei und Joannas showdown unterm Mercedes-Stern am Ende haben mich gut unterhalten. Und vielleicht ist nach dem "König von Berlin" + "Hope Janna" bald noch ein weiterer Teil angedacht - das hätte was ;-)