Ideenreicher Krimi mit berliner Charme

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nicole.schumann Avatar

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Das Cover des Buches von Horst Evers ist mir sofort ins Auge gefallen. Es wirkt modern und trotzdem etwas ungewöhnlich.

Horst Evers Stil ist locker, humorvoll und grundsätzlich auch leicht zu lesen. Ich kannte bisher noch kein Buch von ihm und musste mich an die Figuren und Dialoge erst gewöhnen. Ziemlich viel Berliner Charme - manchmal war mir beim Lesen nicht sofort klar, ob das Ganze sarkastisch gemeint war, bewusst überzeichnet oder vielleicht als kritischer Blick auf gesellschaftliche Veränderungen gemeint ist.

Bei der Hauptfigur - Hope Joanna Marlow - weiß man dagegen sofort: Da haben es die Eltern mit der Wahl des Namens etwas zu gut gemeint und sowohl ihr Geburtsdatum (Tag des Mauerfalls) als auch die Geschichte ihrer Eltern (das Mädchen aus Ostberlin und der Junge aus Westberlin) darin verewigt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine Art Zukunftsvision, in der der Alltag von technischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Veränderungen beeinflusst wird.

Auf mich wirkte die Handlung leider teilweise sehr konstruiert und die Figuren etwas überzeichnetet. Dadurch ist der doch durchaus nachdenkliche und kritische Blick des Autors für mich etwas verlorengegangen.

Insgesamt gebe ich 3 von 5 Punkten. Vieles ist ja doch eine Interpretation und Vorliebe des Lesers.
Zu empfehlen ist das Buch wahrscheinlich Lesern, die gerne moderne, humorvolle Geschichten mit gesellschaftlichem Hintergrund lesen und weniger auf klassische Krimis aus sind.