Krimi ad absurdum

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brianna Avatar

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Das Cover von Horst Evers' " Hope Joanna " ist ein auffallend schöner und passend zum Inhalt gestalteteter Hingucker. Eine junge Frau in Polizeitrainingsjacke hockend (auf einem Dach?) vor dem Fernsehturm links, rechts hinter ihr der Mond. Sie scheint auf "dem Sprung" zu sein. Alles in kräftigen Farben- Rot, dunkles Blau und alles ruft: "dit is Berlin".

So wie die Hauptprotagonistin, Hope Joanna. Unfreiwillig Internetstar (Batgirl) und hauptberuflich Kriminalhauptkommissarin schlägt sie sich mit einem neuen Fast-Partner, ihrem Chef, der Oberchefin (Innensenatorin, als Galadriel kostümiert) und 2 Mordopfern herum. Dazu die (üblichen) Verdächtigen, einem Verehrer, einem Geheimorden und einem (vielleicht?) Baron, der mit den Nazis gemeinsame Sache macht und die Union-Fans fast vergiftet.
Dazu wird ihr noch eine Social Media Expertin auf's Auge gedrückt und sie MUSS einen Insta-Account bespielen.

Na, wenn das kein Spaß wird?! ;)

Die Figuren, die der Autor entwirft, sind ebenso adsurd wie die Handlung selbst.
Allerdings sind Joanna, Zecke, der Bautzener und vor allem der Leiter der Spusi alle so sympathisch, daß man vor Spannung kaum aufhören kann, etwas anderes tun zu wollen, als weiterzulesen.

Evers' Humor gefiel mir extrem gut. Er grenzt diesen Krimi sehr deutlich vom übrigen Genre ab, ohne zu albern zu werden.

Allein das Ende.... aber das ist ja ein häufiges Problem. ;)
Gute 4 ☆