Kriminalroman mit politsatirischen Elementen, der für mich etwas spannender hätte sein können

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bücherwand13 Avatar

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Am Tag des Mauerfalls geboren, sind die Weichen für Joanna bereits am Tag ihrer Geburt auf einen besonderen Lebenslauf ausgerichtet. Um ihren Sport ausüben zu können, tritt sie der Polizei bei, nimmt an Olympia teil und findet anschließend aber auch Gefallen an der Arbeit als Kriminalkommissarin. Im weiteren Verlauf bekommt sie es mit zwei mysteriösen Mordfällen zu tun, die im Umfeld rechtsradikaler Vereinigungen stattfinden.
Ich kannte Horst Evers zuvor weder als Kabarettist noch als Autor. Mir hatte einfach der Titel und der Kriminalfall in einem etwas anderen Milieu interessiert. Das Buch war sehr gut zu lesen, die Hauptcharaktere sind sehr gut beschrieben, zum Teil etwas – aber nicht zu viel – überzeichnet, so dass beim Lesen sofort Bilder entstehen. Ebenso sind zentrale Szenen tiefgehend und plastisch ausgearbeitet. Das gefällt mir. Von der Spannung her hätte die Geschichte aber nach meinem Empfinden etwas mehr hergegeben. Einzelne Szenen sind sehr gut ausgearbeitet, die Hintergründe, warum Personen so handeln, bleiben aber vielfach im Dunkeln und führten dazu, dass ich beim Lesen insgesamt keine große Spannung empfunden habe. Die Idee eines „Führerexlexiers“, das Menschen, die es trinken eine übersteigertes Selbstbewusst sein verleiht und die Beschreibung ihres Verhaltens im Buch fand ich sehr amüsant. Bis auf ein paar verdrehte Sprichwörter konnte ich aber ansonsten wenig Lustiges im Buch finden. Da hatte ich mir aufgrund der Ankündigungen mehr erhofft.
Insgesamt fällt mein Eindruck gemischt aus: Eine grundsätzlich interessante Rahmenhandlung mit sehr gut beschriebenen Figuren, von der Spannung und dem Belustigungswert aber für mich etwas enttäuschend.