Nicht ganz Krimi, nicht ganz Komödie
Der Krimi um die junge Kommissarin Hope Joanna Marlow versucht, klassische Ermittlungsarbeit mit Berliner Großstadtcharme, skurrilem Humor und gesellschaftlicher Satire zu verbinden. Die Grundidee mit Verschwörungstheorien, rechten Netzwerken und einer etwas überdrehten Mordserie klingt zunächst interessant, verliert sich aber im Verlauf immer wieder in Nebensächlichkeiten und langen Dialogen.
Zwar schafft es der Autor durchaus, ein sehr spezielles Berlin-Gefühl einzufangen. Viele Figuren wirken eigenwillig und lebendig, die Gespräche haben oft diesen trockenen, leicht schnoddrigen Ton, der gut zur Atmosphäre passt. Auch Hope Joanna ist als Hauptfigur grundsätzlich sympathisch angelegt, weil sie nicht wie die typische makellose Ermittlerin wirkt, sondern eher etwas genervt und pragmatisch durch das Chaos der Handlung stolpert.
Allerdings fehlt dem Roman über weite Strecken die Spannung. Der Kriminalfall gerät häufig in den Hintergrund, während sich die Geschichte in Abschweifungen und skurrilen Szenen verliert. Manche Passagen wirken dadurch unnötig langgezogen. Auch der Humor bleibt insgesamt eher dezent und zündet nicht immer so gut, wie man es vielleicht erwarten würde. Teilweise entsteht der Eindruck, dass das Buch sich nicht ganz entscheiden kann, ob es eher Krimi oder humorvolle Gesellschaftsbeobachtung sein möchte.
Insgesamt ist es kein schlechtes Buch, aber eben auch kein besonders packender oder origineller Krimi. Wer lockere Unterhaltung mit viel Berliner Lokalkolorit und einigen schrägen Figuren mag, kann hier durchaus ganz ordentlich unterhalten werden.
Zwar schafft es der Autor durchaus, ein sehr spezielles Berlin-Gefühl einzufangen. Viele Figuren wirken eigenwillig und lebendig, die Gespräche haben oft diesen trockenen, leicht schnoddrigen Ton, der gut zur Atmosphäre passt. Auch Hope Joanna ist als Hauptfigur grundsätzlich sympathisch angelegt, weil sie nicht wie die typische makellose Ermittlerin wirkt, sondern eher etwas genervt und pragmatisch durch das Chaos der Handlung stolpert.
Allerdings fehlt dem Roman über weite Strecken die Spannung. Der Kriminalfall gerät häufig in den Hintergrund, während sich die Geschichte in Abschweifungen und skurrilen Szenen verliert. Manche Passagen wirken dadurch unnötig langgezogen. Auch der Humor bleibt insgesamt eher dezent und zündet nicht immer so gut, wie man es vielleicht erwarten würde. Teilweise entsteht der Eindruck, dass das Buch sich nicht ganz entscheiden kann, ob es eher Krimi oder humorvolle Gesellschaftsbeobachtung sein möchte.
Insgesamt ist es kein schlechtes Buch, aber eben auch kein besonders packender oder origineller Krimi. Wer lockere Unterhaltung mit viel Berliner Lokalkolorit und einigen schrägen Figuren mag, kann hier durchaus ganz ordentlich unterhalten werden.