Skurriler Berlin Krimi

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Das Cover dieses Krimis von Horst Evers fällt auf jeden Fall auf. Genau wie der Songtitel des Eddy-Grant-Songs, nach dem die Protagonistin benannt ist, wirkt es sehr retro, der Berlin-Bezug ist aber ebenfalls eindeutig erkennbar.

Hope Joanna Marlow ist eigentlich hauptsächlich deshalb Polizistin geworden, um als Taekwondo-Kämpferin die Chance auf eine Olympia-Teilnahme zu haben. Nun nutzt sie ihre Kampfkünste aber nur noch manchmal im Polizeidienst und nachdem sie dabei gefilmt wurde, erlangte sie unfreiwillig eine gewisse Berühmtheit auf Social Media und in ihrer Heimatstadt Berlin. Doch eigentlich muss sie sich mit einer Mordserie befassen, bei der auch rechte Verschwörungstheorien eine Rolle spielen und abergläubische Fußballer.

Mit hat gut gefallen, dass der Krimi in Berlin spielt und eine ordentliche Dosis Lokalkolorit vorhanden ist. Auch die aktuellen Bezüge mit dem Rechtsruck in der Gesellschaft und dem Abdriften einzelner Personen in Verschwörungsideologien fand ich interessant. Die Protagonistin war mir ebenfalls sehr sympathisch. Manches war für meinen Geschmack dann aber doch einen Tick zu viel und mir wären etwas weniger Skurrilität und etwas mehr Realität lieber gewesen. Auch mit dem Autor als Sprecher war ich nicht zu einhundert Prozent glücklich. Er kann gut sprechen und man kann ihm angenehm folgen, manchmal wäre mir aber auch diesbezüglich etwas weniger lieber gewesen, weil mir teilweise zu wenig Leerstellen blieben, um mir den Witz selbst erschließen zu dürfen, sondern man regelrecht mit der Nase darauf gestoßen wurde. Aber, da sind die Geschmäcker sicher verschieden und Horst Evers hat nicht umsonst so viele Fans.