Gut gestartet, schlecht geendet
"Hope's End" gehört zu den Büchern, bei denen die Meinungen stark auseinander gehen. Während einige das Buch feiern, gibt es auch sehr kritische Stimmen. Wenn Meinungen so stark auseinandergehen, erregt dies immer meine Aufmerksamkeit und sollte wollte ich dem Buch eine Chance geben und hatte doch recht hohe Erwartungen. Leider muss ich mich doch eher den negativen Stimmen anschließen. Das Buch ist zwar nicht schlecht, konnte aber meine Erwartungen nicht erfüllen.
Dabei ist der Schreibstil zunächst gar nicht schlecht. Die Geschichte liest sich bis zur Hälfte sehr angenehm, flüssig und auch spannend. Danach empfand ich diesen aber als hektischer, der rote Faden war teilweise nicht mehr zu spüren und das war für mich der Genickbruch bei dem Ganzen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, allerdings hätte es auch hier etwas mehr Tiefe gebraucht, um mit ihnen mitzufiebern und mitzufühlen.
Und das ist dann auch der große Kritikpunkt, weshalb ich von dem Werk am Ende dann doch etwas enttäuscht bin: Die Tatsache, dass sich das Ende und somit auch die Auflösung teilweise viel zu überladen anfühlt. Es passiert zu viel auf einmal und gleichzeitig passiert auch irgendwie nichts, denn obwohl das alles eher überschaubar ist, hatte ich das Gefühl, dass man sich hier immer wieder selbst übertrumpfen wollte, was für mich nicht funktioniert hat. Es wäre besser gewesen, wenn man sich mehr auf die Charaktere konzentriert hätte, die für mich aber oftmals viel zu blass daher kommen.
Zunächst ist die Idee, dass die 17-jährige Lenora Hope im Jahr 1929 eine schlimme Bluttat als einzige Person in der Familie überlebt und nun von vielen als die einzige Verdächtige der Tat angesehen wird, gar nicht mal so schlecht. So wird die Geschichte nicht nur in der Perspektive erzählt, sondern auch in der Zeit, in der Lenora als betagte und kranke Frau gepflegt werden muss. Dabei ist nie so ganz klar, was man glauben soll, was damals passiert ist. Es ist oft ein einziges Fragezeichen, bei dem man sich nicht ist, was nur im Kopf von Lenore stattfand und was tatsächlich passiert ist. Die Familiengeschichte ist tragisch, geheimnisvoll, aber auch phasenweise mitreißend. Daher ist es besonders schade, dass das Ende dann nicht die nötige Zeit erhalten hat.
Kurz gesagt: "Hope's End" ist zwar im Großen und Ganzen ein atmosphärischer Thriller, allerdings ist dieser leider auch ziemlich stark eingebrochen, nachdem anfänglich sehr stark gestartet ist. Wer bereits andere Werke von Riley Sager gelesen hat und von diesen begeistert war, sollte auch diesem Buch eine Chance geben.
Dabei ist der Schreibstil zunächst gar nicht schlecht. Die Geschichte liest sich bis zur Hälfte sehr angenehm, flüssig und auch spannend. Danach empfand ich diesen aber als hektischer, der rote Faden war teilweise nicht mehr zu spüren und das war für mich der Genickbruch bei dem Ganzen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, allerdings hätte es auch hier etwas mehr Tiefe gebraucht, um mit ihnen mitzufiebern und mitzufühlen.
Und das ist dann auch der große Kritikpunkt, weshalb ich von dem Werk am Ende dann doch etwas enttäuscht bin: Die Tatsache, dass sich das Ende und somit auch die Auflösung teilweise viel zu überladen anfühlt. Es passiert zu viel auf einmal und gleichzeitig passiert auch irgendwie nichts, denn obwohl das alles eher überschaubar ist, hatte ich das Gefühl, dass man sich hier immer wieder selbst übertrumpfen wollte, was für mich nicht funktioniert hat. Es wäre besser gewesen, wenn man sich mehr auf die Charaktere konzentriert hätte, die für mich aber oftmals viel zu blass daher kommen.
Zunächst ist die Idee, dass die 17-jährige Lenora Hope im Jahr 1929 eine schlimme Bluttat als einzige Person in der Familie überlebt und nun von vielen als die einzige Verdächtige der Tat angesehen wird, gar nicht mal so schlecht. So wird die Geschichte nicht nur in der Perspektive erzählt, sondern auch in der Zeit, in der Lenora als betagte und kranke Frau gepflegt werden muss. Dabei ist nie so ganz klar, was man glauben soll, was damals passiert ist. Es ist oft ein einziges Fragezeichen, bei dem man sich nicht ist, was nur im Kopf von Lenore stattfand und was tatsächlich passiert ist. Die Familiengeschichte ist tragisch, geheimnisvoll, aber auch phasenweise mitreißend. Daher ist es besonders schade, dass das Ende dann nicht die nötige Zeit erhalten hat.
Kurz gesagt: "Hope's End" ist zwar im Großen und Ganzen ein atmosphärischer Thriller, allerdings ist dieser leider auch ziemlich stark eingebrochen, nachdem anfänglich sehr stark gestartet ist. Wer bereits andere Werke von Riley Sager gelesen hat und von diesen begeistert war, sollte auch diesem Buch eine Chance geben.