Ehrliche Graphic Novel über erste Liebe.

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fönbo Avatar

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Emma Hunsingers Leseprobe besticht durch einen herrlich unkonventionellen Zeichenstil, der sofort ins Auge fällt.

Die Geschichte rund um die junge Tara fühlt sich vom ersten Moment an schmerzhaft authentisch an. Es geht um die verwirrende Phase des Erwachsenwerdens, in der Gefühle oft Achterbahn fahren.

Die Dialoge sind pointiert gesetzt und spiegeln die Unsicherheit der Charaktere perfekt wider. Man spürt das Herzblut, das in jede einzelne Illustration dieser besonderen Graphic Novel geflossen ist.

Die minimalistische Gestaltung lässt viel Raum für die emotionalen Zwischentöne der Handlung. Hunsinger gelingt es hervorragend, die Peinlichkeit und gleichzeitig die Schönheit von Jugendmomenten einzufangen.

Der Humor blitzt immer wieder an unerwarteten Stellen auf und lockert die Melancholie wunderbar auf.

Es ist ein Buch, das die universelle Sprache des Herzschmerzes und der Hoffnung spricht. Die visuellen Details erzählen oft mehr als tausend Worte in einer herkömmlichen Sprechblase. Insgesamt hinterlässt der Einstieg einen bleibenden Eindruck, der lange nach dem Umblättern der letzten Seite nachhallt.

Wer Geschichten über Identität und wahre Emotionen liebt, wird dieses Werk vermutlich schnell verschlingen.