Wo das Meer Erinnerungen weckt
Das Cover und der Titel haben mich neugierig gemacht, aber überzeugt hat mich vor allem die Leseprobe. Der Einstieg mit Julie hat mir sehr gefallen. Sie ist dreiundsiebzig, verwitwet, einsam und trotzdem voller Trotz. Der Gedanke, dass sie der Einsamkeit „in den Hintern treten“ will, macht sie als Figur sofort greifbar.
Beatrix Gerstberger beschreibt Stone Harbor und das Leben am Meer sehr lebendig. Ich hatte die raue Küste, die Hummerboote und die Dorfgemeinschaft gut vor Augen. Die Geschichte wirkt nicht kitschig, sondern ehrlich. Julie trauert um Nat und Ann, aber sie ist keine gebrochene Figur, sondern eine Frau mit scharfer Zunge, viel Stolz und dem Wunsch nach Nähe. Die Szene im Supermarkt fand ich gleichzeitig traurig, unangenehm und witzig, weil Julie sich darin selbst im Weg steht. Auch Minas Perspektive macht neugierig. Ihr Leben mit Carlos wirkt ruhig und sicher, aber unter der Oberfläche ist Spannung zu spüren. Die Vergangenheit mit Sam, Lucas Wunsch nach Eagle Island und Minas eigene Sehnsucht nach der Insel bringen Bewegung in die Geschichte. Dieser Konflikt zwischen dem sicheren Leben in Seattle und dem alten Leben am Meer hat mich angesprochen.
Ich erwarte eine Familiengeschichte über Liebe, Verlust, Neuanfang und die Frage, wo man hingehört. Die Leseprobe hat mich emotional erreicht, ohne laut zu sein. Ich würde gerne weiterlesen, weil ich wissen möchte, wie Julie, Mina und Luca ihren Weg zwischen Vergangenheit und Zukunft finden.
Beatrix Gerstberger beschreibt Stone Harbor und das Leben am Meer sehr lebendig. Ich hatte die raue Küste, die Hummerboote und die Dorfgemeinschaft gut vor Augen. Die Geschichte wirkt nicht kitschig, sondern ehrlich. Julie trauert um Nat und Ann, aber sie ist keine gebrochene Figur, sondern eine Frau mit scharfer Zunge, viel Stolz und dem Wunsch nach Nähe. Die Szene im Supermarkt fand ich gleichzeitig traurig, unangenehm und witzig, weil Julie sich darin selbst im Weg steht. Auch Minas Perspektive macht neugierig. Ihr Leben mit Carlos wirkt ruhig und sicher, aber unter der Oberfläche ist Spannung zu spüren. Die Vergangenheit mit Sam, Lucas Wunsch nach Eagle Island und Minas eigene Sehnsucht nach der Insel bringen Bewegung in die Geschichte. Dieser Konflikt zwischen dem sicheren Leben in Seattle und dem alten Leben am Meer hat mich angesprochen.
Ich erwarte eine Familiengeschichte über Liebe, Verlust, Neuanfang und die Frage, wo man hingehört. Die Leseprobe hat mich emotional erreicht, ohne laut zu sein. Ich würde gerne weiterlesen, weil ich wissen möchte, wie Julie, Mina und Luca ihren Weg zwischen Vergangenheit und Zukunft finden.