Ein Roman zum Nachdenken.
Den Vorläuferband “Hummerfrauen“ habe ich nicht gelesen, aber das ist für das Verständnis von “Hummerjahre“ nicht notwendig.
Natürlich passt der Titel perfekt zu dieser Geschichte mit dem kindlich-naiven Cover, auf dem auch das Haustier, der blaue Hummer, nicht fehlen darf.
Mit großem psychologischen Einfühlungsvermögen in die schwierigen Charaktere nimmt uns die Autorin mit auf die Insel in Maine, denn die Protagonisten werden sehr detailliert und glaubhaft dargestellt. Ebenso werden die Insulaner mit ihren Eigenarten und ihrer Naturverbundenheit, deren Leben durch Tradition und Verpflichtung der Familie gegenüber beherrscht werden, uns vor Augen geführt. Über allem schwebt aber auch die Zweischneidigkeit des Meeres, denn es ist Versorger, gibt Ruhe und Entspannung, aber stellt oft auch eine große Gefahr dar durch die Bedrohung bei Stürmen, besonders, da die Insulaner durchweg nicht schwimmen können. Durch die genaue Beschreibung der Lebensumstände und der Handlungsorte kann man sich in diese Welt hineinträumen, ohne von der Schroffheit der Insulaner abgestoßen zu werden, denn sie haben alle Stärken und Schwächen.
Durch die raue Küste von Maine, die Nebellandschaft und die Hummerboote wird eine ganz besondere Atmosphäre evoziert. Die melancholische Stimmung und die Schicksale der Inselbewohner, wo jetzt ein Generationswechsel ansteht, bringt einen zum Nachdenken über das eigene Leben.
Es gibt einen Wechsel zwischen Rückblenden und der aktuellen Handlung, und das bei einem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil mit viel Symbolik und romantischen Naturbeschreibungen. Kurze Kapitel und mehrere Handlungsstränge lockern die Narration auf. Das Ende verbindet gekonnt die einzelnen Stränge und macht deutlich, dass alle Protagonisten nach dem Sinn des persönlichen Lebens suchen und nach Glück und Liebe streben.
Nach vielen Jahren kehren Judith und ihr todkranker Mann auf die Insel, einem ehemaligen Glücksort, zurück. Sie muss sich einer großen Schuld stellen.
Mina kehrt mit ihrer Tochter ebenfalls zurück und muss sich entscheiden, ob sie ihrem verlässlichen Ehemann oder ihrer Jugendliebe von der Insel den Vorzug gibt.
Julie ist Witwe, und auch ihre Freundin Ann ist verstorben. Sie ist einsam und sucht nach neuen Wegen in ihrem Leben. Ellis, dessen Sohn ertrunken ist, hofft, dass seine Noch-Ehefrau nach 30 Jahren zu ihm zurückkehrt.
Alle haben schmerzhafte Ereignisse in der Vergangenheit erfahren, hoffen aber auf die heilende Wirkung der Inselatmosphäre, wo alles noch so ist wie früher. Dieses Inselleben erlaubt uns ein Eintauchen in eine andere Welt und Flucht vor der hektischen Zivilisation. Das heutzutage vorherrschende Evasionsstreben in der modernen Zeit nimmt stark zu, Fantasyromane sind en vogue, aber auch die Rückkehr in die“Gute alte Zeit“, wie in diesem Werk beschrieben, das ich für Romankritiker, Naturfreunde und Zivilisationsflüchtlinge empfehle.
Natürlich passt der Titel perfekt zu dieser Geschichte mit dem kindlich-naiven Cover, auf dem auch das Haustier, der blaue Hummer, nicht fehlen darf.
Mit großem psychologischen Einfühlungsvermögen in die schwierigen Charaktere nimmt uns die Autorin mit auf die Insel in Maine, denn die Protagonisten werden sehr detailliert und glaubhaft dargestellt. Ebenso werden die Insulaner mit ihren Eigenarten und ihrer Naturverbundenheit, deren Leben durch Tradition und Verpflichtung der Familie gegenüber beherrscht werden, uns vor Augen geführt. Über allem schwebt aber auch die Zweischneidigkeit des Meeres, denn es ist Versorger, gibt Ruhe und Entspannung, aber stellt oft auch eine große Gefahr dar durch die Bedrohung bei Stürmen, besonders, da die Insulaner durchweg nicht schwimmen können. Durch die genaue Beschreibung der Lebensumstände und der Handlungsorte kann man sich in diese Welt hineinträumen, ohne von der Schroffheit der Insulaner abgestoßen zu werden, denn sie haben alle Stärken und Schwächen.
Durch die raue Küste von Maine, die Nebellandschaft und die Hummerboote wird eine ganz besondere Atmosphäre evoziert. Die melancholische Stimmung und die Schicksale der Inselbewohner, wo jetzt ein Generationswechsel ansteht, bringt einen zum Nachdenken über das eigene Leben.
Es gibt einen Wechsel zwischen Rückblenden und der aktuellen Handlung, und das bei einem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil mit viel Symbolik und romantischen Naturbeschreibungen. Kurze Kapitel und mehrere Handlungsstränge lockern die Narration auf. Das Ende verbindet gekonnt die einzelnen Stränge und macht deutlich, dass alle Protagonisten nach dem Sinn des persönlichen Lebens suchen und nach Glück und Liebe streben.
Nach vielen Jahren kehren Judith und ihr todkranker Mann auf die Insel, einem ehemaligen Glücksort, zurück. Sie muss sich einer großen Schuld stellen.
Mina kehrt mit ihrer Tochter ebenfalls zurück und muss sich entscheiden, ob sie ihrem verlässlichen Ehemann oder ihrer Jugendliebe von der Insel den Vorzug gibt.
Julie ist Witwe, und auch ihre Freundin Ann ist verstorben. Sie ist einsam und sucht nach neuen Wegen in ihrem Leben. Ellis, dessen Sohn ertrunken ist, hofft, dass seine Noch-Ehefrau nach 30 Jahren zu ihm zurückkehrt.
Alle haben schmerzhafte Ereignisse in der Vergangenheit erfahren, hoffen aber auf die heilende Wirkung der Inselatmosphäre, wo alles noch so ist wie früher. Dieses Inselleben erlaubt uns ein Eintauchen in eine andere Welt und Flucht vor der hektischen Zivilisation. Das heutzutage vorherrschende Evasionsstreben in der modernen Zeit nimmt stark zu, Fantasyromane sind en vogue, aber auch die Rückkehr in die“Gute alte Zeit“, wie in diesem Werk beschrieben, das ich für Romankritiker, Naturfreunde und Zivilisationsflüchtlinge empfehle.