Hummer
Eine wirklich wahnsinns gute Fortsetzung der Hummerfrauen. Inzwischen sind 20 Jahre vergangen. Mina kehrt mit ihrer Tochter Luca nach Eagle Island zurück, denn Luca möchte unbedingt ihren Vater Sam und den Großvater Ellis näher kennen lernen. Auch Minas Eltern Judith und der schwerkranke Richard wollen dort noch einmal einen Sommer verbringen. Natürlich ist zwischen Sam und Mina wieder das Feuer entfacht, obgleich Minas Ehemann Carlos in Seattle zurückgeblieben ist und sie nach Ende des Sommers dort erwartet. Julie ist nach Nats Tod sehr einsam und sie zieht es wieder zurück nach Eagle Island. Natürlich ist auch der blaue Hummer Mr. Darcy wieder dabei. Alte Erinnerungen werden aufgefrischt und dann kommt man nochmals auf den Tod von Jack, Sams Bruder zu sprechen und frühere Hemmungen werden abgebaut. Die Autorin versteht es wirklich gefühlvoll, uns in all die Menschen mit ihren Stärken und Schwächen hineinzudenken. Die harte Arbeit des Hummerfischens, die raue, aber wunderschöne Natur, das Meer, das Freund und Feind zugleich ist. Emotional aufwühlend wird uns dieser Sommer geschildert, die bunten Dahlien, die Astern, der aufkommende Nebel und die harte Schale der Bewohner. Genau wie bei den Hummerfrauen hat mich auch dieses Buch wieder total fasziniert und mir viel Spielraum zum Nachdenken gegeben. Das Cover zeigt eine Vielzahl von Hummern und in der Mitte sitzt ein blauer Hummer. Das Ende des Buches ist traurig und beruhigend zugleich.