Liebevolle, starke Fortsetzung

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leseclau Avatar

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Da sind wir wieder bei den Hummerfrauen in Maine. Seit unserem letzten Besuch hat sich vieles geändert und doch ist die Grundstimmung gleichgeblieben. So ist es nicht nur für die Protagonisten des Buchs eine Rückkehr, sondern auch für uns Leser.

Richard ist schwer krank und möchte noch einen Sommer auf der kleinen Insel verbringen, wo er glückliche Zeiten hatte. Dies ist nicht für alle Familienmitglieder der Fall. Seine Frau Judith ist nie richtig Teil der Sommeridylle geworden und hütet seit dem letzten Sommer dort ein tragisches Geheimnis. Tochter Mina, inzwischen selbst Mutter, hat ihren Herzensmann auf der Insel und ist doch mit einem anderen verheiratet.

Diese Gemengelage trifft nun auf die Menschen in Maine, die selbst Schicksalsschläge erlitten haben. Und die mit ihrer großen, rauen Herzlichkeit einfach wieder da sind für die Familie. So wie früher, als sie Mina eine Heimat boten.

Ich bin tief eingetaucht in die Geschichte. Für mich wirkt sie etwas ausgereifter und tiefer als im ersten Teil. Vielleicht weil der Fokus auf weniger Themen liegt und doch alle Stränge ihre Entwicklung finden. Ich mag einfach die Menschen von Eagle Island und Stone Harbor. Wie Julie, eine der ersten Hummerfischerinnen überhaupt, immer wieder um ihr Glück kämpft, berührt mich zutiefst.
Das Buch ist auch optisch ein Highlight. Das Cover schließt sich nahtlos an Band eins an. Noch mehr lohnt aber der Blick auf den Einband, auf dem sich spiegelbildlich zum Cover viele blaue Hummer tummeln. Welcher davonwohl Mr. Darcy ist?

Für mich ist das Buch wie ein Geschenk, das genau zum Lesesommer passt und glücklich macht.