Rückkehr zur Insel der Hummerfischer
Viele Jahre sind vergangen seit Mina mit der kleinen Luca einst Eagle Island verlassen hat. Sie wohnt jetzt in Seattle und ist mit Carlos verheiratet, der ihrer Tochter ein guter Vater ist. Auch ihre Eltern, Judith und Richard, waren seit damals nicht mehr auf der Insel. Nun ist Richard schwer erkrankt und äußert den Wunsch, Eagle Island und seine dortigen Freunde noch einmal zu besuchen. Auch die inzwischen 17jährige Luca zieht es auf die Insel, sie möchte ihren leiblichen Vater Sam endlich näher kennen lernen. So bezieht die gesamte Familie, außer Carlos, der in Seattle zurückbleibt, ihr altes Feriendomizil. Dort hat sich inzwischen vieles verändert. Ann ist bereits verstorben, ihr blauer Hummer lebt jetzt bei Julie, deren Mann Nat auch schon tot ist und die nur noch gelegentlich mit ihrem Boot zum Fang aufs Meer fährt. Mina freut sich alte Bekannte wieder zu treffen, weiß aber, dass sie auch ihrer großen Liebe Sam, dem Vater ihrer Tochter, wieder begegnen wird. Können die Beiden ihre Gefühle verbergen, oder finden sie wieder zusammen und das Drama beginnt erneut? …
Beatrix Gerstberger, geb. 1964 im Sauerland, ist eine deutsche Autorin und Journalistin, die bekannt ist für ihre emotionalen und tiefgründigen Romane und Reportagen. Nach dem frühen Tod ihres Partners zog sie, um einen Weg aus der Trauer zu finden, Anfang der 2000er mit ihrem damals noch kleinen Sohn für ein halbes Jahr in ein Hummerfischerdorf. Der damalige Aufenthalt in Maine inspirierte sie zu dem Roman „Die Hummerfrauen“ (dtv 2025), der nun in „Hummerjahre“ (dtv 2026) seine Fortsetzung gefunden hat. Beatrix Gerstberger lebt heute in Hamburg.
In ihrem ruhigen, einfühlsamen Schreibstil ist es der Autorin großartig gelungen, die Gedanken und Gefühle der Figuren begreiflich zu machen und ihre Ängste, Trauer, Einsamkeit und Sehnsucht dem Leser zu vermitteln. Die anschaulich und atmosphärisch beschriebene Küstenlandschaft von Maine, das Meer, die Fischerei und das Inselleben geben der Geschichte einen besonderen Rahmen. Es geht nicht nur um große dramatische Ereignisse, sondern auch um zwischenmenschliche Beziehungen, das Bedürfnis nach Zusammenhalt, um verdrängte Erinnerungen und um alltägliche Erlebnisse. Loslassen und Abschied spielen eine große Rolle, Neuanfang, auch im Alter, scheint für einige Personen sehr aussichtsreich. Die Geschichte ist eine Mischung aus Melancholie und Hoffnung, die noch lange nach dem Lesen nachklingt.
Fazit: Gut gelungene Fortsetzung von „Die Hummerfrauen“. Durch zahlreiche Rückblenden ist die Geschichte gut zu lesen, auch ohne den ersten Teil zu kennen.
Beatrix Gerstberger, geb. 1964 im Sauerland, ist eine deutsche Autorin und Journalistin, die bekannt ist für ihre emotionalen und tiefgründigen Romane und Reportagen. Nach dem frühen Tod ihres Partners zog sie, um einen Weg aus der Trauer zu finden, Anfang der 2000er mit ihrem damals noch kleinen Sohn für ein halbes Jahr in ein Hummerfischerdorf. Der damalige Aufenthalt in Maine inspirierte sie zu dem Roman „Die Hummerfrauen“ (dtv 2025), der nun in „Hummerjahre“ (dtv 2026) seine Fortsetzung gefunden hat. Beatrix Gerstberger lebt heute in Hamburg.
In ihrem ruhigen, einfühlsamen Schreibstil ist es der Autorin großartig gelungen, die Gedanken und Gefühle der Figuren begreiflich zu machen und ihre Ängste, Trauer, Einsamkeit und Sehnsucht dem Leser zu vermitteln. Die anschaulich und atmosphärisch beschriebene Küstenlandschaft von Maine, das Meer, die Fischerei und das Inselleben geben der Geschichte einen besonderen Rahmen. Es geht nicht nur um große dramatische Ereignisse, sondern auch um zwischenmenschliche Beziehungen, das Bedürfnis nach Zusammenhalt, um verdrängte Erinnerungen und um alltägliche Erlebnisse. Loslassen und Abschied spielen eine große Rolle, Neuanfang, auch im Alter, scheint für einige Personen sehr aussichtsreich. Die Geschichte ist eine Mischung aus Melancholie und Hoffnung, die noch lange nach dem Lesen nachklingt.
Fazit: Gut gelungene Fortsetzung von „Die Hummerfrauen“. Durch zahlreiche Rückblenden ist die Geschichte gut zu lesen, auch ohne den ersten Teil zu kennen.