Von Abschieden und Neuanfängen
Die Rückblicke auf die „Hummerfrauen“, auf Julie, Mina, Ann, sind die perfekte Einführung in die nächsten Jahre, in die „Hummerjahre“. Ich bin wieder voll dabei, kann mir aber vorstellen, dass auch jene, die das erste Buch nicht kennen, sich in den Hummerjahren gut zurechtfinden werden.
Julie bin ich das erste Mal begegnet, als sie 54 war. Ihre scharfe Zunge hat sie sich bis heute, zwanzig Jahre später, bewahrt. Sie ist jetzt 73, ihren Mann Nat, von dem sie das Hummerfischen gelernt hat, vermisst sie noch immer. Einst hat sie die Kapitänslizenz erworben, das Hummerfischen ist nach wie vor ihre Leidenschaft und doch wäre es schön, wieder einen Mann an ihrer Seite zu haben. Der Einsamkeit will sie entfliehen. Wenn das nur so einfach wäre!
Mina ist heute 57, sie lebt mit Carlos fernab von Eagle Island und nun reist sie mit Luca, ihrer Tochter, auf die Insel, wo ihre Eltern Richard und Judith schon auf sie warten. Und sie trifft ihre einstige Liebe wieder. Sam, Lucas Vater.
Ann war damals schon 72, Rückblenden auf das Jahr 2004 bringen uns Ann wieder in Erinnerung. Sie hat einst Mina ein Zuhause gegeben und da war noch einer, den es auch heute noch gibt. Mr Darcy, der blaue Hummer. Er hat sich bei Ann wohlgefühlt, denn er ist immer wieder zu ihr zurückgekehrt, trotzdem sie ihn mehr als einmal am Strand ausgesetzt und ins Meer getrieben hat. Heute lebt er bei Ellis, dessen Sohn John vor Jahren tot aus dem Meer gefischt wurde. Ellis hat dies bis heute nicht verwunden, zumal die Umstände seines Todes nicht geklärt werden konnten.
Es ist aber noch sehr viel mehr, von dem Beatrix Gerstberger erzählt. Von Verlust und Schuld, von Tod und Trauer, von Verzweiflung und tief empfundenen Verletzungen, von Erinnerungen und von Neuanfängen und auch von Liebe und Vergebung lese ich. Jede einzelne Figur hat viel durchlebt, nicht immer war das Leben fair, die Vergangenheit lastet schwer auf ihnen. Können alte Wunden heilen?
Es ist Zeit, Abschied zu nehmen von den Hummerfrauen, die mich über zwei Bücher in ihr Leben gelassen haben. Es war eine intensive Lesezeit mit individuellen, vielschichtigen Charakteren und einer Insel, zu der ich – so eindrucksvoll beschrieben – am liebsten sofort aufbrechen würde.
Julie bin ich das erste Mal begegnet, als sie 54 war. Ihre scharfe Zunge hat sie sich bis heute, zwanzig Jahre später, bewahrt. Sie ist jetzt 73, ihren Mann Nat, von dem sie das Hummerfischen gelernt hat, vermisst sie noch immer. Einst hat sie die Kapitänslizenz erworben, das Hummerfischen ist nach wie vor ihre Leidenschaft und doch wäre es schön, wieder einen Mann an ihrer Seite zu haben. Der Einsamkeit will sie entfliehen. Wenn das nur so einfach wäre!
Mina ist heute 57, sie lebt mit Carlos fernab von Eagle Island und nun reist sie mit Luca, ihrer Tochter, auf die Insel, wo ihre Eltern Richard und Judith schon auf sie warten. Und sie trifft ihre einstige Liebe wieder. Sam, Lucas Vater.
Ann war damals schon 72, Rückblenden auf das Jahr 2004 bringen uns Ann wieder in Erinnerung. Sie hat einst Mina ein Zuhause gegeben und da war noch einer, den es auch heute noch gibt. Mr Darcy, der blaue Hummer. Er hat sich bei Ann wohlgefühlt, denn er ist immer wieder zu ihr zurückgekehrt, trotzdem sie ihn mehr als einmal am Strand ausgesetzt und ins Meer getrieben hat. Heute lebt er bei Ellis, dessen Sohn John vor Jahren tot aus dem Meer gefischt wurde. Ellis hat dies bis heute nicht verwunden, zumal die Umstände seines Todes nicht geklärt werden konnten.
Es ist aber noch sehr viel mehr, von dem Beatrix Gerstberger erzählt. Von Verlust und Schuld, von Tod und Trauer, von Verzweiflung und tief empfundenen Verletzungen, von Erinnerungen und von Neuanfängen und auch von Liebe und Vergebung lese ich. Jede einzelne Figur hat viel durchlebt, nicht immer war das Leben fair, die Vergangenheit lastet schwer auf ihnen. Können alte Wunden heilen?
Es ist Zeit, Abschied zu nehmen von den Hummerfrauen, die mich über zwei Bücher in ihr Leben gelassen haben. Es war eine intensive Lesezeit mit individuellen, vielschichtigen Charakteren und einer Insel, zu der ich – so eindrucksvoll beschrieben – am liebsten sofort aufbrechen würde.