Zwischen Ekel und Einsamkeit

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wortteufel Avatar

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Sprache und Ton sind radikal direkt, körperlich, schonungslos – auf eine Art, die mir Respekt abringt, mich aber auch abstößt. Der Text ist von schmerzhafter Intimität, voller Scham, Begehren, Religionsbezügen, Dreck und Sehnsucht – ein ungeschönter Blick in eine verletzte Seele, die sich mit Sarkasmus und Sexualität behauptet. Die Sprache ist stark, pointiert, sehr zeitgenössisch und queer – aber auch so explizit in Körperlichkeit und Selbstentblößung, dass mir dabei eher unwohl wird als auf literarische Weise nahe. Ich sehe den Wert des Textes, aber ich glaube nicht, dass ich mit Freude oder innerer Verbindung weiterlesen würde. Zu roh, zu aufgeladen, zu sehr Wunde ohne Verband.

Fazit: Sprachlich bemerkenswert, aber mir zu heftig, zu wenig Licht.