Nicht so ganz mein Fall

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jennini Avatar

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In diesem Buch geht es um den schwulen Zakariya, dessen Gedanken sich ständig um seinen Jugendfreund Hassan drehen, der in der Türkei lebt und den er nur in den Sommerferien sieht. In Berlin ist Zakariya eher unglücklich und schlägt seine Zeit damit Tod auf einer Datingapp neue Bekanntschaften für One-Night-Stands zu finden. Man merkt dem Autor seinen Lyrikhintergrund auf jeden Fall an, das Buch ist teilweise in einer sehr bildhaften und klangvollen Sprache geschrieben. Vom Aufbau her ist es etwas, als ob man ein wirres Tagebuch liest. Man bekommt auf jeden Fall mit, wie schwer es als muslimischer, eher sensibler, schwuler Mann sein kann durchs Leben zu gehen.
Mir persönlich hat das Buch mittelmäßig gefallen, stellenweise fand ich es gut, teilweise gab es mir zu viele Wiederholungen. Ich brauche keine Beschreibung von gefühlt hundert Personen mit denen der Ich-Erzähler auf der Datingapp geschrieben hat oder mit denen er sexuelle Handlungen durchgeführt hat. Die Charaktere fand ich teilweise unsympathisch, das Ende unbefriedigend.