Zu wenig Tiefe

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gisel Avatar

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Leonie wechselt beruflich nach München, nachdem sie das Büro ihres letzten Chefs verwüstet hat. Überhaupt nimmt sie es nicht so genau mit der Wahrheit, vor allem, nachdem sie merkt, welch teures Pflaster München ist. Als sie drei Frauen kennenlernt, die sich ihr Leben mit zweifelhaften Methoden faszinieren, findet sich auch Leonie ihr eigenes Geschäftsfeld: Sie inszeniert aufwendige Racheaktionen für Menschen mit frisch gebrochenen Herzen. Das geht sogar eine Weile ganz gut...

Leonie ist eine junge Frau, die auf eigenen Füßen stehen will, doch sie merkt, dass das nicht immer ganz einfach ist. Deshalb findet sie immer wieder gute Gründe, ihre eigene Moral zu pflegen. So spannend die Grundidee ist, so wenig sympathisch sind mir Leonie sowie ihre Freundinnen. Was mich noch mehr gestört hat, ist, dass die Hauptfigur wie auch die anderen Charaktere eher oberflächlich bleiben, einen echten Bezug zu ihnen konnte ich nicht herstellen. Dabei habe ich auch die Lust an ihrem Schicksal verloren, ich hätte das Buch genauso gut abbrechen können.

Dieses Buch kann man sicherlich lesen, gute Gründe dafür kann ich allerdings nicht wirklich finden. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.