Mitten ins Schwarze statt um den heißen Brei

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cxlqna Avatar

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Normalerweise schrecken mich viele gesellschaftskritische Sachbücher eher ab, weil sie oft sehr trocken wirken. Die Leseprobe hier war für mich genau das Gegenteil. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, dass die Autorin eine unglaublich eigene Stimme hat. Direkt, humorvoll, provokant und gleichzeitig sehr ehrlich.

Besonders gefallen hat mir, dass sie Alltagssituationen beschreibt, die viele wahrscheinlich schon erlebt oder beobachtet haben, und daraus größere gesellschaftliche Themen entwickelt. Dabei wirkt nichts belehrend oder akademisch, sondern unglaublich nahbar. Man merkt, dass sie aus persönlichen Erfahrungen schreibt.

Zwischen den humorvollen und teilweise bewusst überspitzten Formulierungen stecken außerdem Themen, die deutlich ernster sind. Gerade die Geschichte über Clara hat mich berührt, weil sie zeigt, wie schnell finanzielle Abhängigkeiten, gesellschaftliche Erwartungen und Gewalt zusammenhängen können. Dieser Wechsel zwischen Humor und Ernsthaftigkeit hat auf mich einen starken Eindruck gemacht.

Auch die Art, wie die Autorin provoziert, fand ich spannend. Sie formuliert Dinge, die unbequem sind, spricht Probleme offen an und nimmt dabei keine allzu große Rücksicht darauf, ob sich jemand angegriffen fühlt. Genau dadurch wirkt die Leseprobe authentisch und hebt sich von vielen anderen Büchern dieses Genres ab.

Dazu kommt, dass das Buch nicht nur wichtig klingt, sondern tatsächlich unterhaltsam ist. Ich habe mehrfach geschmunzelt, gleichzeitig aber auch über einige Aussagen nachgedacht. Für mich ist das immer ein gutes Zeichen.

Vor allem bin ich neugierig darauf, welche Geschichten, Erfahrungen und Beobachtungen noch folgen. Die Leseprobe hat es geschafft, mich zum Lachen, Kopfschütteln und Nachdenken zu bringen, und genau deshalb würde ich das Buch unglaublich gerne weiterlesen.