Abhilfe für kleine Nachteulen?

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
julisteestübchen Avatar

Von

„Ich bin noch gar nicht müde" ist ein Einschlafbegleiter für Eltern und Kinder gleichermaßen. Das Buch erzählt die Geschichte von Mika, der abends ausnahmsweise von Papa statt von Mama ins Bett gebracht wird. Damit ist Mika allerdings nicht zufrieden. Dennoch finden Vater und Sohn gemeinsam einen Weg in den Schlaf voller Liebe und Geborgenheit. Nebenbei liefert die Autorin Hinweise und Erläuterungen für Eltern, um kindliche Schwierigkeiten beim Einschlafen besser zu verstehen und diesen entsprechend besser begegnen zu können. 

Jede Doppelseite greift eine andere typische Situation beim Zubettbringen auf und erzählt diese in Dialogen zwischen Mika und seinen Eltern. Begleitet wird die Geschichte dabei von Fragen, die Eltern ihren Kindern beim Vorlesen stellen können, um ins Gespräch zur Situation zu kommen und gemeinsam Lösungen zu finden. Zusätzlich gibt es jedes Mal auch einen Tipp für die Eltern, wie sie mit der jeweiligen Situation umgehen können. Anhand dessen ließe sich Mikas Geschichte nach den eigenen Bedürfnissen zusammensetzen. Fällt es dem Kind zum Beispiel schwer, abends das Gedankenkarussell abzuschalten, lohnt es sich diese Seite in den Fokus zu nehmen; andere Seiten, die für das eigene Kind aktuell wenig Relevanz haben, können dabei ausgelassen werden. Das macht die Vorlesegeschichte insgesamt kürzer und fokussiert mehr auf die eigenen Bedürfnisse. 

Dieses Buch richtet sich an Familien, für die das abendliche Zubettbringen nur allzu oft zur Hürde wird. Es möchte dabei vor allem den Eltern helfen, gemeinsam mit ihren Kindern einen liebevollen Weg in den Schlaf zu finden. Das Buch lässt sich wunderbar als Baukasten für die eigenen Bedürfnisse nutzen. Die Geschichte ohne entsprechenden Kontext nur "herunterzulesen" würde den Zweck dieses Buches verfehlen. Klare Empfehlung, wenn das Kind abends nicht zur Ruhe kommt, Papa der falsche "Zubettbringer" ist oder kleine Ängste in der Nacht zu großen werden.