Wenn Gedanken abends nicht schlafen wollen

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norbi_liest Avatar

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Erzählt wird von dem kleinen Mika, der eigentlich müde ist und dennoch immer neue Einfälle findet, um das Schlafen hinauszuzögern. Diese Momente sind sehr lebensnah beschrieben und lassen sich gut aus dem Alltag wiedererkennen. Die Geschichte begegnet den kindlichen Bedürfnissen mit viel Geduld und Verständnis und verzichtet bewusst auf vorschnelle Lösungen.
Der Schreibstil ist ruhig und klar gehalten, eher begleitend als erklärend. Ergänzt wird die Erzählung durch kurze Hinweise für Erwachsene, die zum Nachdenken über eigene Abendrituale anregen.
Nicht alle Impulse gehen dabei in die Tiefe und dürften erfahrenen Bezugspersonen wenig Neues bieten. Zudem eignet sich das Buch nicht uneingeschränkt als klassische Einschlaflektüre, da einzelne Szenen eher zum Weiterdenken einladen. Auch die detailreichen Illustrationen können die Aufmerksamkeit mancher Kinder wachhalten.
Im Fazit bleibt dennoch ein stimmiger Gesamteindruck. Ich empfinde das Buch als wertvollen Gesprächsanlass rund um abendliche Rituale und kindliche Bedürfnisse, weniger als reines Einschlafbuch im engeren Sinne.