Düster und beklemmend

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dieunterhoferin Avatar

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Das Buchcover ist schlicht und in düsteren Farben gehalten. Der große Kreis ist ein Eyecatcher. Der Titel ist aus meiner Sicht recht mysteriös und macht neugierig. Zumindest ist es mir so gegangen, als ich das Buch gesehen habe. Insgesamt sticht das Cover gut aus der Masse heraus.

Die Handlung klingt spannend. Neununddreißig Frauen werden in einem Käfig irgendwo unter der Erde gefangen gehalten. Männer bewachen sie. Sie sprechen nicht mit den Frauen, auf ihre Fragen gehen sie nicht ein. Das Wo, Wie, Wieso, Warum etc. bleibt durch die Leseprobe daher noch unklar. Scheinbar dürfte es schon lange so sein, denn die Erzählerin hat bereits ihre Kindheit und Jugend dort verbracht und hat keine Erinnerungen an früher.

Wir bleiben als Leser genauso im Dunkeln wie die Frauen. Die Geschichte ist aus der Sicht einer (noch) namenlose Erzählerin geschrieben. Die Erzählerin hat sich ganz in ihrer eigenen Gedankenwelt verbarrikadiert, dadurch wird die Isolation noch intensiver. Die Autorin schafft es sehr gut eine düstere, hoffnungslose Stimmung zu erzeugen. Man kommt sich vor, als ob man auf das Leben wartet und ihm gleichzeitig dabei zusieht, wie es verrinnt. Dass die Frauen in dieser Situation noch nicht wahnsinnig geworden sind, ist ein Wunder.

Durch die Leseprobe stellen sich mehr Fragen, als beantwortet werden. Laut Klappentext ertönt im Laufe der Geschichte ein Alarm, die Wachen verschwinden und die Tür steht offen. Ich bin sehr gespannt, was die Frauen alles entdecken werden, wenn sie ihren Käfig verlassen. Welcher Welt sehen sie sich konfrontiert? Wo sind die Männer hin? Was war das Ziel/der Grund ihrer Gefangenschaft? Kommen Erinnerungen hoch, sobald sie frei sind und ihren Geist nicht mehr schützen müssen?

Die Leseprobe macht sehr neugierig auf mehr. Spannung und vor allem ein Gefühl von Beklemmung ist von Beginn an gegeben. Ich bin gespannt und würde mich über ein Vorab-Exemplar freuen.