Dystopisch, außergewöhnlich und spannend
Was für eine sonderbare, dafür aber umso interessantere Geschichte. So schlicht das Cover auch wirkt, desto interessanter klingt der Titel. Ich frage mich zwar immer noch, was der Kreis auf dem Cover zu suchen hat. Soll es den Mond, oder gar eine Eizelle darstellen? Ich weiß es nicht. Jedenfalls musste ich, nachdem ich den Titel und Klappentext gelesen hatte auch unbedingt in die Leseprobe abtauchen. Ein Buch in dieser Art habe ich noch nicht gelesen und finde es deshalb besonders ansprechend. Der Erzählerin konnte ich gut folgen. Der Schreibstil ist angenehm. Ich frage mich, wohin die Geschichte führt. Es ist schon interessant, wie sich der weibliche Körper entwickelt, wenn gewisse Dinge fehlen. Trotzdem scheint die junge Frau in ihrer Entwicklung voranzuschreiten. Ihr fehlen jegliche Hinweise auf ein Leben mit Männern und trotzdem wecken sie das Interesse in ihr. Sie scheint keine Angst vor ihnen zu haben, sondern sie wird von purer Neugierde getrieben. Ob sie jemals näheren Kontakt zu dem jungen Wärter haben wird? Wie wird sie sich machen, wenn sich die Zelle öffnet? Denn das wird zweifellos geschehen, wie ich dem Klappentext entnehmen konnte. Wie wird sie sich den Männern gegenüber verhalten, wenn ihr jegliche Schulung fehlt? Und was wird die junge Frau von den anderen Frauen unterscheiden, wenn sie mit den Männern in Kontakt kommt? Außerdem möchte ich unbedingt erfahren, was draußen mit der Welt geschehen ist. Welche Veränderung erwartet die Frauen? Wurden sie als einzige Überlebende Frauen im Gefängnis gehalten? Ich wage zu vermuten, dass die Männer aufräumen wollten, weil sich die Frauen draußen zu sehr emanzipiert haben. Nun haben sie die, die sich am besten unterordnen konnten übriggelassen, außer diese eine Nummer vierzig. Sie wird die Geschichte besonders machen. Der Roman weckt in mir große Neugierde. Ich habe so viele Fragen im Kopf, die ich gern beantwortet hätte.