Erwachen im Dunkeln

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bua1705 Avatar

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Harpmans Roman beginnt mit einer Stimme, die zugleich klar und erschütternd verletzlich ist. Die Erzählerin erinnert sich aus völliger Isolation an ein Leben ohne Vergangenheit, ohne Sprache für Gefühle. Gerade diese Kargheit macht den Text so intensiv: Aus wenigen Gesten entstehen existenzielle Fragen nach Menschlichkeit, Erinnerung und Begehren.

Die Leseprobe entfaltet eine beklemmende, zugleich hypnotische Atmosphäre. Man spürt, wie in der Erzählerin langsam Bewusstsein erwacht — in Schmerz, Fantasie und dem ersten Gefühl von Verlust. Harpman schreibt präzise, kühl und doch voller untergründiger Sehnsucht. Schon die ersten Seiten hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck von existenzieller Einsamkeit und leiser, unerwarteter Innerlichkeit.